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2022: Reise-Journal

Anker 1

East: Part 2 (TUR / GEO / ARM)

Part Türkiye: (Feb. - Mar. - Apr. 2022)

Nach einem Heimat-Urlaub geht es von Athen weiter Richtung Türkei/Türkiye. Erstmals für unser G-Mobil nach Asien. Wir waren gespannt was uns da erwartet, wie die Grenzübertritte funktionieren und waren sehr sehr positiv überrascht. Ein wunderschönes, gastfreundliches und sicheres Land haben wir kennengelernt.
Ein grosses Land das mehr als die 3 Monate braucht, die wir bleiben dürfen.


Factbook: Republic of Turkiye
Einwohner;
82.017 Mio., Hauptstadt Ankara (5.8 Mio Einw.), Istanbul (15.2 Mio Einw.)
Sprache: Türkisch 70-75% , Kurdisch 19%, other 7-12% 
Religion: Muslim 99.8%, other 0.2% (Christians, Jews)
Lebenserwartung: Male 73.3y, Female 78.2y (Total 75.5y) (Schweiz: male 80.5 ; female 85.3;  Total 82.8)
Lage: Southeastern Europe and Southwestern Europe, West of Bosporus is Europe;
H
öchster Berg: Mt. Ararat (türkisch Ağrı Dağı) 5137mM
Ressourcen: Kohle, Eisen, Kupfer, Chrom, Gold, WasserkraftRote Flagge mit dem Mondstern 
Flaggen-Farben: Rote Flagge mit dem Mondstern 

Türkiye.png

Türkiye - Westteil: 
(Çanakkale, Izmir, Ephesus, Kuşadası, Pamukkale)  

Vom Grenzübergang Ipsala geht es in winterlichen Temperaturen mit der Fähre über die Dardanellen, erstmals nach Asien für unsere Mercedes. Die neue gewaltige Brücke sollte in einem Monat öffnen. Es scheint sehr modern, die heimatliche Schweizer Migros-Filiale, Starbucks & Co und mit dem Diesel-Preis (Eu1.-/Liter) lässt es sich auch gut leben.
Izmir, Ephesos, Kuşadası, mit der Karawanserei und der Vogelinsel, wo viele Zugvögel halt machen und das faszinierende Pamukkale bei strahlend blauem Wetter, sind unsere ersten Stationen auf touristischen Spuren.

Türkiye - Südteil: 
(Marmaris, Dalyan, Ölüdeniz-Babadag, Fethye, Cirali-Beach, Antalya)  

Nach dem schönen touristischen Städtchen Marmaris fahren wir zu einem kleinen geschützen Strand mit dem 
"Sea-Turtle-Research-Centre". Der lange Sandstrand der dank englischer Initiative für die Schildkröten geschützt wird, erkunden wir in einer langen Barfuss-Wanderungen, ein interessanter beeindruckender Ort.
Vor den Felsengräbern von Dalyan nächtigen wir danach und treffen zwei französische LKW-Camper-Familien die mit ihren LKW's auch Langzeitreisende sind.
Weiter gehts einige Tage nach Oludeniz am Babadag zum Gleitschirm-Fliegen. Leider spielte das winterliche Wetter, das sehr speziell war im 2022-Winter, nicht ganz mit, aber es war eine schöne Zeit an der "Blauen Lagune", die sich seit dem ersten Besuch vor 30-ig Jahren sehr verändert hat.
In Fethye lernen wir das erste Mal die wirklich nette Gastfreundschaft kennen, als wir die Auspuff-Aufhängung neu anschweissen müssen.
Nach neun Nächten in Oludeniz und Fethye, viel Sport, Hike&Fly, Treffen von 
Igor, fahren wir die wunderschöne Küstenstrasse weiter nach Patara zur "grossen Sand-Düne". Wir kreuzen einige Male den "Lykian-Trail", ein Fernwanderweg von 509km.
Via Kas und einen schönen Canyon, der nasse Füsse ergab, fahren wir zur Cirali-Beach (Hippie-Beach) ... ein wunderschöner ursprünglicher Ort. 
Mit Wanderungen zur antiken Stätte Olympia, Klettern und Radtouren und natürlich mit kleiner Abendtour zu den Gasflämmchen am Pass von Chimaira geniessen wir diese Tage. Wir lernen Silvia und Hanspeter mit ihren riesigen Luxus-Gefährt kennen, ein 6x6 von Bliss Mobil (Living in a Box.de).
Wir hatten wirklich eine sehr schöne Zeit in Cirali !!!
Die Weiterfahrt nach Antalya und dem angekündigten kalten Wetter lässt uns in die Mitte, Zentral-Anatolien ziehen. Wenn schon kalt, dann richtig und die Ski auspacken ;-)

Türkiye - Mitte 1: 
(Konya, Nevşehir)  

Gerade noch rechtzeitig vor der gesalzenen Passstrasse haben wir die Fahrräder verpackt und aufs Dach vor Salz geschützt, verzurrt. Weiter geht es Richtung Konya, dort soll es möglich sein unsere Hinterachs-Feder zu verstärken, „auflasten“, wird nicht einfach. Wir fahren über den Alajabel Rakima, ein Pass auf 1825mM (die Höhe unserer alten Heimat Zermatt), am Fuss des Serif Dagi 2341mM … wir sind sprachlos, so schööön ! Eisige Kälte und starker Nordwind auf dem Pass -12Grad (minus!) und in Konya immer noch -7 Grad, doch mit der Sonne ok, wir haben ja ein Expeditions-Mobil ;-) und sind schon letzten Winter tagelang bis minus 25 unterwegs gewesen.

Nach dem Abklappern von einigen Werkstätten haben wir Abends noch Glück und sehen im riesigen Kültür-Zentrum-Saal die Vorführung der „wirbelnden Derwische“, die jeweils nur Samstag-Abends stattfindet. Sie drehen sich in Trance „stundenlang“ im Kreis ohne schwindlig zu werden.
Derwisch: (siehe Wikipedia) Derwische praktizieren den Sufismus und gelten als Quelle der Klugheit, der Heilkunst, der Poesie, der Erleuchtung und der Weisheit. Der Ausdruck Derwisch bezeichnet vor allem in den europäischen Sprachen einen Sufi, den Angehörigen einer muslimischen asketisch-religiösen Ordensgemeinschaft (tariqa), die im Allgemeinen für ihre Bescheidenheit und Disziplin bekannt ist. Derwisch kommt von dem persischen Wort درویش, wörtlich „auf der Türschwelle Stehender“ mit der übertragenen Bedeutung „Armer“, „Bettler“, „Wanderer“, „Ekstatiker“, was normalerweise einen asketischen Mönch bezeichnet. Dies ist eine Haltung, die auf materiellen Besitz und dergleichen keinen Wert legt.

Danach fahren wir weiter in Zentral-Anatolien. Faszinierende Hochebene auf 1000mM. Die Sonne wechselt sich mit Schneegestöber bei -10grad ab. Täglich tausend neue Eindrücke; das Dorf Selime mit den ersten Tuff-Türmen und Höhlen. Danach fahren wir nach Ihlara mit der 14km langen & tiefen Schlucht und wandern nach Torschluss noch 100hm in den Canyon runter und dem Fluss Melendiz Çayi entlang.

Türkiye - Mitte 2: 
(Nevşehir, Göreme, Kappadokia)  

Dann geht es nach Kappadokia 😍 (Uçhisar & Göreme). 
Eine unvergessliche Ballon-Fahrt. Das perfekte "Timing", Wetter und Piloten (Fahrer). Unbeschreiblich.

Auch die 
Runde um den „Göreme Millî Parkı“ (Göreme Nationalpark): Rose-Valley-Wanderung, Ürgüp Märchen-Kamine mit den drei Grazien, Avanos und die schönen Töpfereien, Mönchs-Mützen-Felsen, Feen-Kamine und Dreiköpfiger-Kamin. Schöne Wetterstimmungen mit Sonnenschein, Schneegestöber und Wolken. Immer wieder neue Formen, Farben, Stimmungen … wir können uns nicht satt sehen.

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Türkiye - Mitte 3: 
(Kayseri, Erciyes-Skigebiet, Aladaglar-Ntl.Park, Ciftehan, Adana)  

Unterwegs nach Kayseri machen wir Halt in der Karawanserei (Herberge) von Sarihan (gelber Hahn, gebaut aus gelben Steinen). Sarihan eine Karawanserei an der seldschukischen Handelsroute, an der „Ulu Yol“ (grossen Strasse) Richtung Iran und Mesopotamien.
Kayseri liegt hügelig auf 1100mM am Fusse des Erciyes-Berges 3916mM, der mit 300Mio Euro zum Skiberg (160km Pisten) erschlossen wurde. In Kayseri haben wir einen wunderschönen Schlaf-Platz über der Stadt und können die Lichter und den Vollmondaufgang bestaunen.

Das neue moderne Skigebiet Erciyes mit Ausgangspunkt am Pass Develi Kapi 2200mM geht bis auf 3320mM. Mit dem Einsetzen des Sturmes bei -15/-20 Grad ziehen wir uns von der Piste in unser warmes Häuschen zum Mittagessen an der Piste zurück. Später flüchten wir sogar Richtung Kayseri runter, bei angenehmen -6 Grad und tauen an der Sonne wieder auf. Wir bleiben noch einige Tage und hoffen auf gute Skitage, auch für Ski-Touren.

So gönnen wir uns einige Tage „Ferien“ in der neu erbauten „Karawanserei“ RadissonBlue-Hotel an der Seidenstrasse (5- von 1Mio-Sterne auf 2200mM). Wir bekommen sogar ein Upgrade in ein Luxus-Zimmer und geniessen es im Hammam und der Sauna zu schwitzen. Im Aussen-Jacuzzi herrliche Sicht auf den Erciyes 3917mM bis die Haare im Schneesturm gefrieren. Unsere Mercedes 🐪 wartet geduldig draussen im kalten Winterwetter.
Wunderbares Winterwetter, schöne Carving-Pisten und Powder wie Butter, auch kleine Skitouren auf den Koçdagi (2621mM) und Kircilliseki (3331mM) und ins Teufels-Couloir des Erciyes begeistern uns. Es war eine unerwartet schöne Ski-, Skitouren-Woche …. in der Türkei !! So alleine in dieser Ruhe der Bergwelt hat man nur noch selten in der Schweiz.
PS: Ohne Einverständnis (Jandarma oder Ski-Aera-Chef mit Fellen loslaufen geht nicht & nur mit Mütze an Skilift geht gar nicht !! „Where are you from? Ah - Switzerland … Didier Cuche !!“


Weiter geht es über den Pass auf die Rückseite des Erciyes und einige Kilometer weiter. Dort erscheint ein neues Gebirge, der Aladağlar-Ntl. Park. Spektakulär tektonisch aufgefaltete Berge, sehr viele 3000–er mit dem höchsten Demirkazık Dağı (3756mM) und dem Skiberg Mt. Emler (3723mM). Diese alpine Berglandschaft ist eine weitere Überraschung für uns! Da es noch zu viel Schnee hat um an eine Allrad-Fahrt ins Camp „Sokulu Pinar“ (1920mM) zu denken, wandern wir durch den weichen, schweren Schnee die gut 10km hin und zurück. Wir fallen Abends müde in unsere Kissen und geniessen den Blick auf die „Lichtlein“ im Tal unten. Das ist sicher auch im Sommer ein wunderschöner Ort, jetzt aber völlig abgeschieden, nur Tierspuren zu sehen. Füchse, Luchse, Wölfe und Bären sollen hier im wilden Park leben - wir dachten haben Yeti-Spuren gesehen & ein Gems-Kitz mit Mutter aufgeschreckt.
Von einem Pass aus, wo wir übernachtet haben gab es über Nacht den angesagten Neuschnee, dazu morgens wie geplant das schöne Wetter und DIE Skitour.

Ski out - Ski in 🎿 Unglaublich unglaublich unglaublich …. !!! … diese Weite, dieser Schnee, dieser Tag 😎 … dieser Gipfelhang. 3x50 Schwünge und das nur schon oben am 400hm-Gipfelhang. Die 1150hm von oben bis unten ein Traum 😍
Der Abschluss im heissen türk. Hammam (€3.50 im mixed für Ehepartner ;-) in Ciftehan die Krönung des Tages bevor wir tags darauf Adana erreichen, an der türkischen Südküste.

Türkiye - Südost: 
(Adana, Samandağ, Hatay-Antakya, Kahramanmaras, Halfeti-Euphrat, Nemrut-Dagi, Diyarbakir, Mardin, Tigris) 

Erholsame Tage via Mersin nach Adana mit der allgegenwärtigen grossen Moschee 🕌 und einer der ältesten noch benutzten Brücken der Welt. Bazar-, Galerie- & Stadtbummel. Im Stellplatz der Stadt mit vielen Campern und “Overlandern” erhalten wir neuste Reise-Info’s.
Wir versuchen die Strasse der Küste entlang Richtung Samandag, eine kleine gebirgige, holperige, enge Strasse, die sich etwa 20km vor Samandag in eine neue Strasse mit perfektem Radweg nach Çevlik, entpuppt. Ein Radweg im „Niemandsland“, den Conny abfährt …. 45km hin und zurück. Den Apero mit Himbeerwein und Abends wieder mal ein Fondue, hat sie sich verdient.
Der Titus-VespasianTunnel ist unser nächstes Ziel. Ein eindrückliches Bauwerk aus der römischen Zeit, vor und bis 81 nach Christus, von Hand raus gepickelt.
Im Dorf Hıdırbey steht der angeblich 3000 Jahre alte Moses-Baum: er hat einen Durchmesser von bis zu 7,5 m, einen Umfang von 20 m und eine Höhe von 17 m. Der Sage nach soll Moses bei seinem Treffen mit dem Propheten Hızır seinen Stock in die Erde hineingestochen haben, der danach sofort Triebe angesetzt habe.
Eine geschichtsträchtige Gegend Antakya/Hatay. Antakya (früher Antiochia) neu in der Gemeinde & Provinz Hatay nur noch ein Stadtteil, war in der römischen Antike nach Rom und Alexandria die drittgrößte Stadt der Welt, verlor aber nach schweren Zerstörungen im 6. und im 13. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung. Kaum zu glauben. Heute auch ein wenig arabisch angehaucht, sicher auch viele syrische Flüchtlinge hier.
Anstrengende Tage bei > 25 Grad. Erfrischend wären die Restaurants in den Wasserfällen nahe des Atatürk-Hydro-Park. Mit den Füssen im Wasser zu Tisch eine schöne Idee. Das ist uns dann doch zu touristisch & mühsam die Anwerbung der Kneipen, so gibt es ein Eis auf der Strasse beim Camper im Park von Harbiye.

St.-Petrus-Grotte: (am Ursprung des Christentums) Die St.-Petrus-Grotte ist eine Höhlenkirche in der Türkei, in der Nähe der heutigen Stadt Antakya, des antiken Antiochia am Orontes. Es ist die einzige in Antakya verbliebene christliche Spur aus der Antike. Nach der Überlieferung versammelte sich hier die erste christliche Gemeinde um Paulus, Barnabas, Petrus und dann um die ersten Bischöfe der Stadt. In Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen.
Ein Highlight war auch DAS Museums-Hotel !!


Danach Weiterfahrt nach Kahramanmaraš ... wieder mal „Glück des Tüchtigen“. Auf der Startplatz-Suche zur richtigen Zeit am Ort ;-) treffen wir gerade einen Verantwortlichen des neuen Camp- & Picknick-Resort. Er zeigt uns mit Stolz sein neues Gemeinde-Areal, seine „Cabins“, die er als ehemaliger Möbelschreiner konstruiert hat und den dazugehörigen planierten Gleitschirm-Startplatz. Mit Hilfe des Google-Translator und einer Tante mit deutsch Kenntnisse am Telefon schlagen wir uns durch, bekommen einen schönen Stellplatz ein Monat vor der offiziellen Eröffnung (natürlich kostenlos).
Dann trudeln auch schon vier „Locals“ ein zum fliegen. Gute Einführung in die lokalen Verhältnisse. Die Flugplatz-Kontrollzone (CTR!) interessiert hier natürlich niemand, es hiess ja auch mal in der Schweiz „freies Fliegen“, zumindest auf Französisch „Vol Libre“. Ich hatte mit den Locals schönen Flug und danach ruhigen Abend mit Conny. Sie war geschlaucht, nach all den Übersetzungen und Gesprächen, während ich die Stadt von oben aus der Luft anschauen konnte. Wir gehen früh ins Bett, bis es wieder an der Tür klopft … die zwei Jungs von der Gemeinde (ps: 650‘000 Einwohner) sind nochmals hier mit einer grossen Schachtel „ Baklava“ und einer Schachtel des berühmten Eis von Kahramanmaraš. Es gab ein lustiger Abend, der erste im Ramadan, da darf man ja nach Sonnenuntergang Schlemmern, den Bauch voll schlagen … bis das Telefon von der Frau kommt und sie langsam/schnell heim sollten. Einmal mehr wurden wir Zeuge der grossen Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft.
Die Spezialität der Region ist das Speiseeis Maraş Dondurması, das traditionell aus Ziegenmilch und dem Schnee des Berges Ahırdağ zubereitet wird. Dieses Eis hat eine elastische, kaugummiartige Konsistenz. Es kam ins Guinness-Buch der Rekorde, als man es von einem Strommast zu einem anderen spannte.

Eine Bike-Runde ins Skigebiet Hambur Tepe, wo die zwei Lifte tatsächlich noch in SlowMotion fahren. Wären schöne Sulzhänge.
Die Nacht verbrachten wir am Startplatz des Strecken-Rekord-Fluggebiet der Türkei (Narli; 346km) … leider zu früh in der Saison und eine extreme Dunstschicht in der Luft. Conny geht auf Jogging, ich am „Para-Waiting“. Nach zu starkem Wind gestern, heute kein Wind. Immerhin ein Gleitflug zum einem der unzähligen „Dondurma“ (Maraš-Eiscreme-Shops) an der Strasse.
Weiterfahrt via Gaziantep (Stadt der Baklava), Birecik, an den Fluss Euphrat bei Halfeti. Gaziantep wie auch weitere Städte hier überraschen uns sehr. Unglaublich dieses Wachstum der 2.2Mio-Stadt. Überall entstehen neue Industrie-Zentren, dazu neue Wohnhaus-Siedlungen!
In Halfeti, wo wir einen deutschen Camper treffen. Es ist Peter der für die UNESCO arbeitet und Etappenweise von seinem Wohnort Istanbul, die Türkei erkundet. 
Auf der 
Wanderung zur versunkenen (versenkten) Moschee von Eski Savašan Köyü erleben wir eine schöne Gegend entlang des gestauten Euphrats. Die Festung & Burg von Rumkale war der Ort wo der Apostel Johannes gewohnt hatte, seine Bibeln kopiert und aufbewahrt hat, auch bis Beirut gebracht hat. Ein historischer Ort. Die eindrückliche Festung Rumkale wollte man sogar einmal abtrennen (siehe Graben links auf der Foto), um eine Insel zu machen. Die „uneinnehmbare“ Festung wurde vor&nach Christus von Assyrer, Perser, Makedonier, Kalifen, Muslimen, Seltschuken, Armenier, Kreuzrittern, Osmanen und und und eingenommen.
Nach einem schönem Abend mit Linda&Bobo (DK) und Makarena&Joko (RA/E) …. mit Bootsfahrt auf dem Euphrat, fahren wir heute via Atatürk-Staudamm, zum Nemrut Dagi-Ntl. Park. Der wunderschöne, fast wilde Ritt durch die „kurdische“ Gegend auf sehr steiler, am Schluss unbefestigter Strasse bringt uns nach Karadut im Osten des Parks auf 1040mM.
Per Rad erkunden wir am nächsten Morgen Nemrut Dagi (2150mM). Auf seinem Gipfel erhebt sich eine monumentale Kombination aus Heiligtum und Grabstätte, ein aufgeschütteter hoher Hügel. Sie wurde von dem späthellenistischen König Antiochos I. Theos (69–36 v. Chr.) errichtet. Nach seiner Krönung hatte er sich zum Haupt-Gott (Theos) gemacht. Das Heiligtum sollte Zentrum einer neuen Religion sein, die persische und griechische Mythologie vereinte. Im Laufe der Zeit haben Erdbeben und Unwetter beigetragen, dass ein großer Teil der Reliefs zerstört und die einstmals 8–10 m hohen Statuen heute kopflos sind, die Köpfe sind runtergefallen und stehen einzeln davor. Wir fahren die knapp 1200hm vom Camp in Karadut mit dem Rad hoch, noch bevor Mittags der Sturm am Gipfel einsetzt. War sehr eindrücklich & faszinierend die Götter-Throne und Köpfe auf zwei Terrassen, Ost&West.

Vorbei an Dyarbakir („Enroute-Alternate“) fahren wir nach Mardin im türkischen Teil von Mesopotamien, nur 20km von der syrischen Grenze. Viele neue Militärposten-Türme und Jandarme-Präsenz. Geschichtsträchtige schöne Kleinstadt in der Türken, Kurden & Araber leben. Mit der Einfahrt in die Stadt fällt unser Garmin-Navi raus, auch das Mapy auf iPad beginnt kurz darauf zu streiken und es heisst konventionell navigieren … ob es hier Störsignale in Grenznähe gibt 🤔.
Conny manövriert unsere Mercedes gekonnt unter Anfeuerung & einheimischer Hilfe durch die engen Gassen in der überfüllten, „überparkten“ Altstadt zur hintersten Sackgasse, dort ein überraschend leerer Platz eines Restaurants (thks - Park4Night). Ein feines z’Nacht mit netten Kellnern, gestenreiche „GoogleTranslator-Gespräche“. Nachts ein herrlicher Blick über die Flächen nach Mesopotamien & Syrien.

Der wilde Ritt durch Kurdistan geht danach weiter … über den biblischen Fluss Tigris Richtung Van-See nach Tatvan. Unglaubliche Landschaften !

Türkiye - Ost 1: 
(Tatvan, Krater Nemrut Dağı, Medaveng Dağı)  

Wir sind angekommen am Van-See in Tatvan und geniessen zwei ruhige Nächte am sehr grossen See, der grösste See der Türkei, der grösste Soda-See der Erde. Ein See den ich unzählige Male überflogen habe Richtung Asien und eines der ursprünglichen Ziele steht vor uns:

Der Nemrut Kalderası Mılı Parkı (Ntl. Park) - DER Krater !
Seit ich diesen Krater das erste Mal vor über 20Jahren aus 10km Höhe sah, danach immer und immer wieder verträumt rein schauen konnte, träumte ich einmal hier zu stehen ! Eigentlich dachte ich, ICH habe diesen Riesen-Krater entdeckt ! Schade hat es zu viel Schnee in diesem Jahr. Man könnte sogar reinfahren zu den heissen Quellen und die drei Bären 🐻, die dort leben begrüssen 😬😀, vielleicht kommen wir ja eines Tages wieder vorbei….
Die Strasse hoch zum Start unserer Skitour wurde ganz knapp, mit einem schmalen Bagger frei geräumt und war morgens sehr eisig und rutschig. Links & rechts knappe Spiegelbreite. Gut mussten wir nicht rückwärts zurück. Mit Sperren & permanentem Allrad war es gerade knapp ohne Ketten fahrbar.
Die kleine Skitour an den Kraterrand hatte abenteuerwert eines 4000-er in den Alpen, am "Krater-Gipfel" war es sogar emotional (ein Ziel von unserer Ost-Anatolien-Reise für mich), danach die Abfahrt im Sulz durch Sand (von der Sahara oder irgendeiner Wüste) gab lustige Spuren mit schneeweissen Kurven - wir haben eine genialen Tourtag erlebt.


Nach der Nemrut-Dağı Skitour fahren wir Nachmittags weiter Richtung Van und sehen eine Gleitschirm-Gruppe, natürlich müssen wir da hin. Es wurde DER perfekte Abschluss des Tages mit neuen Freunden vom Van-See, Mardin-Wein & Zermatter-Genepi 🤪 Wir schlafen gerade am Landeplatz 🥴

Türkiye - Ost 2: 
(Doğubayazıt, Mount Ararat)  


Doğubayazıt am Fusse des Mt. Ararat (Ağrı Dağı) & an der Seidenstrasse nach Iran. Den Namen mussten wir lange lernen auszusprechen "Doğubayazıt" (gesprochen: Douubeisit). In der geschäftigen Stadt suchen wir vergebens die Trekking-Büros für den "Arart-Climb". Nicht ganz sympathisch erscheint uns der Erste Guide, der uns anspricht. Der "Beste & Erfahrenste" gemäss seinen Erklärungen.
So fahren wir erst mal hoch zum Palast, im Hinterkopf der Bericht von "Madahin.ch".
Wir besuchen den herrlichen "Ishak Pasha Palace"; ein wunderschöner Bau mit vielen Räumen, sogar Zentralheizung hatten sie im Harem. Der hatte ein Leben mit Ausblick auf das weite Tal und seinem Harem.
Wir besuchen unterhalb das Camp Noah (Bericht von Madahin's). Kawa & seine Schwester Oyku und die Familie empfangen uns sehr nett ... unser Team für die Besteigung. Wir können im Garten wunderschön campieren und akklimatisieren. Sie organisieren in der Zwischenzeit unsere Tour auf den Ararat. Wir werden von Ali, einem Türken, der in Deutschland lebt in der Gruppe ergänzt. Er wartet schon zwei Wochen auf das Wetterfenster für die Besteigung. Wir wollten uns eigentlich mit Besteigungen auf die 4000-er der Umgebung akklimatisieren, was aber nicht mehr reicht, so bleiben wir im Camp Noah und machen Ausflüge in die Höhe.
Auf einer längeren Wanderung über die ganze 
Krete der "Red-Mountains", am Schluss durch ein Schnee-Gestöber treffen wir auf den kurdischen Schaf-Hirten, der mit trockenen Kuhfladen ein wärmendes Feuer macht - er schien auch sehr zufrieden, wie der Isak Pasha ;-)
Als wir am anderen Tag sehr 
Nahe an der Grenze zu Iran stehen, um auf einem kleinem Ausflug nochmals Höhenluft zu schnuppern, stellte das Militär Conny; als sie alleine durch die Gegend wandert, musste sie die Hände hoch halten, wie ein „Flüchtling“. Die Grenze zu Iran/Armenien ist nah.

Mount Ararat 5137mM:
Wunderschönes erlebnisreiches Abenteuer auf den Mt. Ararat / Ağrı Dağ.
Nach drei Tagen scheint alles bereit, Permit, Briefing mit Kawa (Guide), Ali (dritter Teilnehmer), Pferde, Material &Essen. Es ist die Saison-Eröffnung und ungewohnt so früh im schneereichen Jahr für Kawa und seine Leute ... Ali möchte die Tour noch ein Tag schieben, wir lassen uns überreden, was leider nicht ganz perfekt war für den Gipfeltag.
Es wird eine Winterbegehung in drei Tagen, da die Pferde wegen Schnee nur bis 3400mM können, was für den Gipfeltag 1700hm (auf 5000m) bedeuten.
Wir fahren im Mini-Van auf 2200mM und starten eine gemütliche Wanderung 
zum ersten Basecamp auf 3000mM. Vorbei am ausgebrannten Caterpillar und Landcruiser Fahrzeug, entdecken eine Bärenspur. Die sehr scheuen Bären schlichen sich dann nachts auch ums Camp, was Kawa an einem morgen auf Video festhalten konnte.
Im gemütlichen Basecamp mit Küchenzelt war es sehr schön kurdische Geschichten zu hören, Reden, Reden & Abenteuer-Geschichten von vergangen „Helden-Taten“ an den hohen Bergen der Welt zu erzählen 😉
Das Wetter- und eine Vollmond-Nacht waren perfekt, gewaltiger Blick auf die beleuchtet iranische Grenze und die Stadt Doğubayazıt. Der zweite Tag wird noch gemütlicher für uns, das Camp 2 wird auf 3400mM errichtet, schon eher tief, aber wir machen dafür noch kleine gemütliche Skitour und legen auf einer kleinen Einlauf-Skitour die Spur in den weichen Schnee für den morgendlichen eisigen Aufstieg, was uns sehr gut half in der Dunkelheit des Gipfeltages. 
Danach genießen wir im “Advanced Basecamp” auf “nur” 3400mM einen gemütlichen Nachmittag und Mittagsschlaf, denn am anderen Morgen geht es um 02Uhr los. 
Für den Gipfeltag wird "Ali the Cook" unser Guide sein. Er wird vom treuen Basecamp-Hund, der unser ganzes Frühstücks-Brot für den Gipfeltag in der Nacht weg gefressen hat begleitet. Zum Frühstück gibt es deshalb nur Kekse für uns.
Wir steigen in unserer gelegten Ski-Spur hoch, den gemerkten Fixpunkten nach, während Ali-Cook auf der Moräne den Felsen nach steigt, ohne Ski mit den zu kleinen Bergschuhen von Kawa.
Auf etwas über 4200m müssen wir aber schon die Steigeisen montieren. Es brauchte einige Energie in der Kälte, aber alles sah zuversichtlich aus; die Wetterprognose, die Aufstiegszeit, Material (Kälte-, Windschutz) & die Tagesform auf über 4000m … doch der Berg überraschte einmal mehr mit aufkommendem Wind.
In unsere warmen Jacken mit Windschutz eingepackt steigen wir über eisigen Firnschnee weiter, kommen auf den oberen Grat, wo uns noch mehr Wind erwartet, wir sehen schon das Gipfel-Plateau ... Sturmböen, verhindern eine gemütliche Rast, so steigen wir stetig höher. Ali mit seinem Hund, der im harten Schnee immer am Rutschlimit steigt, überrascht uns. Eingerollt gegen den Wind wartet er oft auf uns ... Ali-Cook und Ali-German kämpfen, Conny und mir geht es trotz der wenigen Akklimatisation recht gut. 
Leider mussten wir wegen sehr starkem Wind und Sturmböen (über 80km/h) dann auf 4900m einsehen; der Wind ist zu stark und den Rückzug antreten. Ali-Cook und Ali-German sind schnell bei unserem Vorschlag dabei, wir hadern noch ein wenig so Nahe am Ziel. Ali-Cook in den kleinen Expeditions-Bergschuhen von Kawa, immer noch ohne Steigeisen, da kommen mir die Erinnerungen an eine Strahlhorn-Tour im Wallis, wo ich zusah, das es den Bergsteiger vor mir, dem es zu kalt war die Steigeisen zu montieren, wegbläst ... für immer. 
Das Leichtgewicht Conny, hielt ich dann auch ab und zu am Rucksack fest, wir mussten langsam runter und während Böen stoppen, um das Gleichgewicht zu wahren.
Der Entscheid war vernünftig, richtig. Auch wie die Lenticularis-Wolke auf den Bildern vom Camp unten zeigen - das sah nach noch mehr Wind aus zur Gipfelzeit.

Nach kurzer Pause weiter unten fahren wir mit Ski zurück ins Camp. Ali-Cook mit Hund mussten alles laufen und rutschen, aber sie waren auch sehr schnell ... hart im nehmen, Hut ab !
Nach kurzer Pause mit Lunch brechen wir das Camp ab, der Wetterbericht scheint nicht für einen zweiten Versuch zu passen und wir fahren mit den Ski auf dem weichen Schnee vom oberen Camp (eigentlich von fast 5000m auf 2700m runter) den Schneeresten nach, den Rest in Skischuhen runter an die Ausgangsstelle auf 2200mM.
Ein wunderbares Erlebnis war zu Ende. Begleitet von Pferden, mit Küchenzelt und Koch verwöhnt zu werden, das ist schon ein Luxus für uns !


Abends gibt es ein feines Nachtessen mit Kawa, Schwester Oyku, von der sympathischen kurdischen Familie (der verstorbene Papa war der erste Führer am Ararat) und Ali (Türkisch-Deutscher Mit-Teilnehmer) und in einer Zeremonie erhalten wir das nicht ganz verdiente Gipfel-Zertifikat (für die starke Leistung einer echten Winterbegehung am Mt Ararat, für uns zählte es aber nicht so wirklich !)
Für uns zählt das unvergessliche, wunderschöne Erlebnis am Berg mit gleichgesinnten „Berg-Leuten“ - ein schönes Bergerlebnis für uns war es !!
Wir kommen gerne nochmals, mit passendem Wetter und im Sommer sicher eine sehr schöne Trekking-Tour.

Türkiye - Ost 3: 
(Erzurum, Kop-Pass, Bayburt)  

Erzurum 1900mM; mit 762’000 Einwohner die grösste Stadt Ost-Anatoliens. Sie liegt auf einer sehr schönen riesigen Hochebene, umrahmt von weissen Schneebergen. Eine urtümliche, alte Stadt mit historischen Bauten, liegt als alte Handelsstadt an der Seidenstrasse. Mit dem Palandöken Dağı direkt südlich besitzt sie eines der bekanntesten Skigebiete mit der längsten Piste der Türkei. Auch viele grosse Sportstätten für Fussball, Eishockey, Basketball und den zwei grossen Türmen für die Skispringer prägen das Bild.

Bayburt; das kleine Städtchen gefällt uns besser als in der Beschreibung vom Jahre 1953 von 
Nicolas Bouvier "Die Erfahrung der Welt"

     Bayburt, "Hier" sagte Thierry, "sieht es aus, als weigerte sich das Land absolut, ein Dorf zu haben."
     Es gab jedoch eines: ausgedehnt, lepragelb, kaum vom Erdboden zu unterscheiden. Schwarze Mützen, blosse Füsse.


Es lebt und hat das Flair vom ursprünglichen Hochland in Anatolien. Wir kommen nach der landschaftlichen schönen Fahrt über den Kop-Pass (2400mM) abends in Bayfurt (1550mM) an. Wir fahren in einen Picknick-Park, die sehr oft in der Natur vor Städten liegen. Es herrscht Frühlings-Stimmung, alle sind draussen am Grillen, „what else …“ - es wird gelebt mit lauter Musik!
Für uns ein Retablierungs-Tag; Wäsche, Schuhmacher, Schreiner. Das Dorf kennt uns schnell, nachdem wir durch die engen Gassen kurvten & gelaufen sind. Der Schuhmacher repariert mit der „Alman makinesi“ (Singer-Nähmaschine) meine Bergschuhe und leimt die Trekkingschuhe. Ein Geschenk, wir dürfen nichts bezahlen.
Ein anderer schenkt uns zwei der süsslichen Brote. Der „Larifari-Schreiner“ bekommt fachkundige Unterstützung und Conny redet mit dem halben Dorf. „Allah“ schickt uns sogar eine deutsche Übersetzerin mit Schleier (in Stuttgart geborene junge Frau), als wir den Fachausdruck für Dübel (türk: Dübel) nicht kannten 🤪.
Danach neue Routen & Ziele aushecken, in die Sonne blinzeln und lesen.
Unterwegs ans Schwarze Meer wird es grüner und grüner. Wir finden am schwarzen Sandstrand am Schwarzen Meer vor einem Villen-Quartier unseren Nachtplatz und lockern unsere Beine von der Fahrt auf einem Abendspaziergang.

Türkiye - Nordost: 

(Bayburt, Arakli, Akcakali, Trabzon, Ayder-Plateau, Rize, Sarp TR, Sarpi GE)  

Von Bayburt wollen wir über den Soganli-Pass fahren. Doch im letzten Dorf vor den Haarnadelkurven erfahren wir von einem Strassenwärter in Häuschen, dass der Pass geschlossen ist, wir sollen doch die Strasse via Tunnel nach Arakli nehmen. Also wieder 40km zurück. Es war mit dem Tunnel auch eine schöne Berg-Strecke. Wir kommen Abends am Schwarzen Meer an und finden einen einsamen schönen Platz am Strand. Sogar konnten wir unsere Gasflasche an einer grossen Gasfüllstation in der Türkei füllen ... sicher der einzige Ort in der ganzen Türkei wo eine deutsche Flasche legal gefüllt wird.
Am nächsten Tag fahren wir nach Trabzon, wo es einen Startplatz zum Küsten-Soaren geben soll. Nach langem suchen finden wir den Platz und einiges später kommt sogar die Lokale Truppe an. 
Es gibt nur einen kleinen Flug ... aber eindrücklich, knapp über die Vierspurige Strasse - 
direkt vor dem Stadion Trabzon wird gelandet.
Es hängen in der ganzen Stadt und Umgebung Fahnen dieses Clubs ?? Seit gestern ist es der erste türkische Champion seit 39 Jahren, der nicht aus Istanbul kommt.
Mit den netten Gleitschirm-Kollegen geht es Abends noch an den Motor-Schirm Platz am Strand ... da darf natürlich der Tee-Ofen nicht fehlen.

Via Rize und dem vom Präsidenten "gepushten" Flughafen geht es nochmals in die Berge. An der Strecke nach Camlihesin, wie auch an der Küste, überall wird jeder Steilhang mit Tee bepflanzt. Man meint in Darjeeeling zu sein. Auch viele Rafting und Zip-Lines an der Strasse zum Ayder Plateau.
Wir verstehen schon, dass das weniger schweisstreibende Arbeit ist, als an den Steilhängen Teeblätter zu pflücken.
Ayder erscheint uns zu „billig-touristisch“ und die Strasse ins Tal hoch zum Kaçkar Dağı (3931mM) noch durch Erd-, & Schneerutsche zu … wir sind ein wenig enttäuscht vom "Walliser Dorf", schade wird das Dorf mit Beton gefüllt. McDonalds&Starbucks und die Chinesen werden kommen. Ich dachte der Sinn eines Ntl. Park ist nicht Kommerz ? (Kaçkar Ntl. Park; nach dem Besuch des türk. Präsidenten im letzten Jahr wird „Vollgas“ am neuen Flughafen von Rize gebaut und ein Skigebiet soll im Park entstehen 🤔)
Wir fahren wieder runter Richtung Schwarzes Meer, wo wir an einem Fluss vor grossen Tee-Plantage nächtigen.


Weiter geht es der Küste entlang und nochmals in die verzuckerten Berge hoch nach Cifte Köprü. Dort stellen wir unser G an der alten steinernen Doppelbrücke ab und geniessen eine Radtour ins hinterste Bergdorf Sogucak. Das war ein wunderschöner Abschluss in der türkischen Natur. Wir treffen da noch einen Georgier, der hier den Tourismus in der Region Artvin fördert und erhalten gute Tips für die Weiterreise nach Georgien. 
Wir sind gespannt wie es dort sein wird, der Grenzübertritt funktioniert, auf Land und Leute.

Türkiye hat uns unheimlich positiv überrascht. Es war wirklich ein wunderbares Reiseland, Gastfreundlich, mit geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten, Städten und mit gewaltiger Natur&Bergen.
Zum Abschluss zwei Zitate von 

Nicolas Bouvier "Die Erfahrung der Welt" (im Jahre 1953 geschrieben)

   Es ist ganz natürlich, dass die Leute hier es nur mit Motoren, Wasserhähnen, Lautsprechern und Aborten haben.
   In der Türkei werden einem hauptsächlich diese Dinge gezeigt, und man muss sie mit anderen Augen  
betrachten lernen.
   Die wunderbare hölzerne Moschee, in der wir gerade das finden würden, was wir auf dieser Reise suchen, werden sie uns      nicht zeigen; sie denken nicht einmal daran, weil man immer mehr von dem hält, woran es einem mangelt.
   Ihnen mangelt es an Technik, während wir gern aus der Sackgasse herauskommen möchten, in die uns ein Uebermass an      Technik geführt hat - diese Übersättigung mit Informationen, diese oberflächliche Kultur "zweiten Grades". 


   Wir hoffen auf ihre Rezepte, um wieder aufzuleben, sie auf die unseren, um leben zu können.
   Man begegnet einander unterwegs, ohne sich immer richtig zu verstehen, und manchmal verliert der Reisende die Geduld;
   doch in dieser Ungeduld steckt viel Egoismus.


    😍 Türkiye 😍
              🇹🇷
       İyi günler,
       Çok güzel !
       Teşekkürler !
       Görüşürüz.

 

East: Part 2 (TUR / GEO / ARM)

Part Georgien: (May - Juni 2022) 
 
Nach dem freundlichen Zollübergang überraschte uns das Land erstmals mit einem tropischen, feuchten Empfang in Batumi am Schwarzen Meer. Teils top-modern, teils mit den alten Beton-Platten-Bauten aus vergangenen Zeiten, sehr interessant. Die Natur ist gewaltig. Im Grossen Kaukasus staunen wir über die Berglandschaft, im Kleinen Kaukasus über die Natur und ganz im Osten über die Weiten des Landes im einsamen Vashlovani Natl. Park, oder der David-Gareja-Gegend.
Wir haben nicht den perfekten Frühling hier erwischt und ziehen erst weiter nach Armenien in eine wärmere Gegend um später nochmals in die Berge des Kaukasus zurück zu kommen.


Factbook: Georgia
Einwohner: 3.997 Mio, wobei in der Hauptstadt Tbilisi fast die Hälfte (1.5 Mio Einw.) liegt am Kura-River.
Sprache: Georgian 97% (and Azeri, Armenian, Russisch)
Religion: Orthodox (official) 83%, Muslim 10%, Armenien-Apostolic 2.9%
Lebenserwartung: Male 72.9y, Female 81.3y (Total 77y) (Schweiz: male 80.5 ; female 85.3;  Total 82.8)
Lage: Südwest-Asien, angrenzend an Schwarzes Meer, Türkei, Russland, Armenien, Azerbaijan.
Der Nordkaukasus reicht bis in geographisch Europa.
Nördliche Breite 42N / 43E (Tbilisi auf nördl. Breite wie etwa Rom, NewYork). Warm und freundliches Klima, Mediterranean am Schwarzen Meer. Alpines Klima im Grossen Kaukasus mit höchstem Berg Mt. Shkara 5193mM

Ressourcen: Holz, Wasserkraft, Mangan, Eisen, Kupfer, wenig Öl & Kohle.
Flaggen-Farben: 1 Zentrales Rotes Kreuz mit 4 kleinen Kreuzen Die 5-Kreuzflagge, 5 Wunden Christi.
Rot bedeutet Mut, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Liebe.

Bildschirmfoto 2022-08-21 um 13.12.30.png

Georgien 1 (West): 

(Batumi, Martvilli-Canyon, Kutaisi, Gori)  

Nach dem Grenzübergang TR/GE erreichen wir Batumi, die Stadt am Schwarzen Meer. Erst mal eine schöne Strandpromenaden-Fahrt mit dem Rad am Schwarzen Meer von Batumi. Palmen, Casino, Strand-Caffee‘s & schöne Restaurant‘s, Musik. Aber auch viel Feuchtigkeit und Regen, tropisches Klima an der Schwarzmeerküste.
Die Statue von Ali&Nino (Statue of Love) beeindrucken uns. Ein azerbaijanischer Moslem und eine georgische Prinzessin, die im ersten Weltkrieg ein Schicksal wie Romeo&Julia teilten, war sehr eindrucksvoll in der Nacht mit Beleuchtung. Erstveröffentlichung in österreichischer Sprache von Azerbaijan Novelist Kurban Said.
Batumi, die zweitgrösste Stadt in Georgien mit 152‘000 Einwohnern. Der Haupthafen Georgiens verschifft Öl aus Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan, sowie lokale Agrarprodukte, Zitrusfrüchte. Wir genossen hier einige ruhige Tage mit Rad, Jogg und feinem Essen. Wir suchten einheimisches Essen und 
landeten im Restaurant "Munich" mit Weissbier 😀.

Weiter ging es nördlich der Küste entlang, sahen einen schönen Strand, stoppen und treffen auf Sardana&Jomart aus Kasachstan (seit 6 Jahren unterwegs). Bei Brot&Käse mit feinem Cognac und Wein, tauschen wir uns aus über das Leben, über Bitcoin, über Blockchain-Apps, sehr interessant. Am anderen Tag fahren wir weiter via den heissen Quellen Nokalakevi zum Martvili-Canyon, wo wir übernachten wollen. Wir wurden aber von der Polizei in der Martvili-Schlucht zur Polizei-Station mitten im Dorf geführt. Dort sei es viel besser zum Übernachten.
Bei der Nokalekevi-Quelle, m
it dem 85grad heissen Quellwasser musste man aufpassen sich nicht zu verbrennen. Gemischt mit Flusswasser - herrlich.

Weiter fahren wir bei schlechtem Wetter nach Kutaisi. Eine historische Mauer beim Green-Markt-Bazaar von Kutaisi fotografieren wir, sonst ??? Regen Regen Regen …

Danach geht es weiter Richtung Tbilisi via Gori. In Gori besuchen wir das Museum von Joseb Besarionis Jughashvili, er nahm 1912 den Kampfnamen an „der Stählerne“; Joseph Stalin (6.Dez 1878 - 5.Mar 1953).
Mit einer spannenden, aktuellen Führung und sehr interessanten Geschichten im Museum, dazu im Aussenbereich die Besichtigung des Elternhaus & Geburtsort und dem gepanzerte Eisenbahn-Wagon für die Langstrecke (Büro, Funkraum, ein persönliches Büro mit schwarzem und weissem Telefon, Gästezimmern, Konferenzzimmer, Badezimmer mit Wanne) ein eindrückliches Museum, das jedoch auch sehr nachdenklich stimmte !! 

Georgien 2 (Tbilisi): 

(Tbilisi)  

Tibilisi 1.5 Mio Einwohner der knapp 4Mio georgischen Einwohner leben in der Stadt und Umgebung. Das Land ist leicht grösser als die Schweiz. (69‘000 sq km zu 41‘000 sq km).
Erste Wanderung oberhalb des Stellplatz am „Turtle-Lake“ mit Schweizer Wegweiser (?) zeigen uns sehr schön die Lage der Hauptstadt Georgiens.
Bei der zweiten Wanderung durch die Stadt, besuchen wir den Iwanischwili-Glaspalast (Bidsina Iwanischwili der reichste georgische Miliardär, war ehemaliger Regierungschef für ein Jahr, 2012-2013, d.h. da war er im Vordergrund). Kosten des Palast waren $ 50Mio für den eindrücklichen Bau, der die Stadt überblickt und hinten an den Botanischen Garten angrenzt.
Daneben in der Skyline Tbilisi's kommt die „Mother of Georgia“-Statue (Kartlis Deda, sie hält eine Schale Wein für die Freunde, ein Schwert für die Feinde). Auf der Burg klettern wir ein wenig rum. Die Nariqala Burg stammt aus der Zeit der persischen Besatzung, dahinter ist der Botanische Garten, er war der grösste in der Sowjetunion. Angelegt im Jahre 1845 auf dem vom Erdbeben zerstörten Festungsgarten der Burg. Unterhalb die vielen Häuser der Sulfur-Schwefelbäder in Abanotubani. Auf dem Rückweg zum Camper Parkplatz mitten in der Stadt sehen wir die erste Lawasch-Bäckerin; georgisches Weissbrot das an der heissen Innenwand eines Ofens gebacken wird. Feines Brot, das immer heiss verkauft wird und meist ist die Hälfte des Brotes schon vor "zu Hause" gegessen.
So eine Stadtwanderungen ist schon ermüdend, so schlafen wir wunderbar mitten im Zentrum der Hauptstadt friedlich ein.

Georgien 3 (Kachetien): 

(Kvareli, Sighnaghi, Lagodekhi)  

Von Tbilisi fahren wir in Region Kachetien und finden einen schönen Platz am Ilia-Lake, neben „TheGapDecaders“, Phil&Izzy aus England. Es gibt viele Sportmöglichkeiten dort, wir gehen auf schöne Jogg-Runde, spielen Federball-, Beachball-& haben Relax-Platz am See.
In der Wein-Region, dem östlichsten Zipfel Georgiens an der Grenze nach Azerbaidschan, sowie der russischen Teilrepublik Dagestan sind wir nur 15km von der russischen Grenze entfernt. Der Grosse Kaukasus hat noch tief runter schneebedeckte Berge von über 3000mM. 
Die "Winery Khareba" mit dem bekannten "The Tunnel" machen wir feines „Tasting“ mit interessanter Führung & Geschichte. Georgien ist eines der ältesten Weinanbaugebiet der Welt. (8000 jährige Weinbau-Kultur). In der Sovietzeit wurden hier 15 Tunnels (7.7km) in den Berg (Granit&Marmor) gebaut, um bei konstanter Temperatur (12-16 Grad) die Weine zu lagern und zu altern. Im Jahr 2004 kaufte die Firma Khareba das Weingut. Sie produziert mehr als 50 Weinsorten aus 25 Traubensorten, in georgischer (in Tongefässen fermentiert) und europäischer Art der Weinbereitung. Aus den fermentierten Traubenresten werden auch „Chacha“ (ein 70%-Schnaps) und aus den Traubenkernen ein kaltgepresstes Öl für's Essen, aber auch für die Hauthygiene gemacht.

Auf der Suche nach Startplätzen im bewaldeten Nordkaukasus, über „Offroad“-Strassen, an entlegenen Kolchosen vorbei, landen wir vor der Grenzpolizei mit einem sehr freundlichen deutsch-sprechendem Offizier. Seine Kollegen wollen jedoch Bewilligung, Lizenzen sehen und geben sich beschäftigt. Nichts mit Gleitschirm fliegen. 
Danach kommen wir „fast“ per Zufall Abends im touristischen Ort Sighnaghi an und treffen auf eine junge Gleitschirm-Clique am Startplatz, die Thermik ist aber schon eingeschlafen. Wir erfahren, dass der Startplatz Kvareli mit den Grenzbeamten gesperrt sei, weil bei einem Wettkampf ein Pilot über die Grenze nach Azerbeidschan geflogen sei 😬🤔🥴 Wir schlafen am Startplatz an der Stadtmauer mit herrlichem Kaukasus-Blick und Blick über das Kakheti-Valley (Kachetien).
Conny begibt sich am nächsten Tag auf eine schöne Wanderung zur Quelle der Heiligen Nino und einer der heiligsten Stätte Georgiens, dem Frauenkloster Bodbe. Sie hat wieder einmal ein Rennen gewonnen und war schneller als ich mit dem Glider (bei zu schwacher Thermik) beim Kloster. Ich glaube ein Esel wäre noch schneller gewesen als ich heute mit dem Gleitschirm 😉
Weiter ostwärts fahren wir in das Städtchen Dedoplistskaro, wo man das "Permit" für den Vashlovani Ntl.Park holen muss. Erst bei der Parkbehörde, danach bei der Grenzpolizei, Militär. 

Georgien 4 (Vashlovani): 

(Vashlovani Ntl.Park, Dawid-Gareja-Kloster)  

Die Fahrt in den Ntl. Park an der Grenze Georgien-Azerbeidschan ist ein echtes G-Gelände, eine Prüfung für Mensch&Mercedes 🤔😊, puahh … ein Schnitt von weniger als 15km/h. Conny ist teils schneller mit dem Bike !
Um es vorwegzunehmen … unsere Mercedes hat es mit Bravour bestanden 👌😎
Wir sind sehr "zufrieden" mit der G-Leistung und dem Bimobil-Aufbau ... für uns einfach Perfekt !!

Die schwierigen Stellen haben wir leider nicht gefilmt, da wir zu nervös waren ob es geht 🥴 (leider noch keine youtube-Profis 🤪)

Vashlovani Ntl. Park …. wowwww 🙄😍 echt ein Erlebnis diese Gegend, verlassen und vergessen - unglaublich schöne Landschaft. Eingangs noch einige sehr grosse Schafherden, dann nur noch Ranger- und Grenzpolizei-Posten. Wir campieren am Grenzfluss zu Azerbeidschan, der sehr viel und schnelles Wasser führt. Der Schnee vom grossen Kaukasus schmilzt. Wir sind hier von 800mM tief in die Steppe runter gefahren (200mM), sehen aber immer noch in die 3000-er Schneeberge in Dagestan und Azerbeidschan. Wir fühlen uns wie auf einer afrikanischen Safari.
Wir waren einige Nächte unterwegs ohne Internet, Handy, Radioempfang … nur Gazellen, Leoparden (der letzte wurde 2009 gesehen (PS: wir haben unseren Leo selber dabei ;-), Luchse, Bären, Wölfe und Füchse, sollen hier sein 😉. Vögel & Schlangen haben wir auf der Bikefahrt 
gesehen, aber die zischen ja weg, Pistazien-Bäume und viele Dornenbüsche, sprich wieder mal viele Kratzer haben wir eingefangen. Wir sind froh nicht LKW-Breite zu haben 🤔. Es war ein echtes Erlebnis. Es war ein Fahrtraining am Limit. Es war und ist unbeschreiblich -

Vom Vashlovani ging es weiter in der "grossen Weite" zum Dawid Gareja Kloster. Unterwegs halten wir in einem schönen Hostel "Oasis Club" in Udabno, geniessen die Tramper-Stimmung und essen feinen Quark-Kuchen.
Von dort fahren wir auch mit dem Rad zum Monastery David Gareja … überwältigende Grashänge in der zur Zeit feuchten Halbwüste mit grossen Tierherden.

Dawit Garedscha (georgisch დავითგარეჯა; auch David Gareja/Garedschi) ist ein georgisch-orthodoxes Kloster im Osten Georgiens. Es liegt am Berg Udabno in der Region Kachetien, unmittelbar an der Grenze zu Azerbaijan. Ein Teil der Eremiten-Zellen liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Berges jenseits der Grenze auf asserbaidschanischem Gebiet. Im 2019 kam es erneut zu Streitigkeiten zwischen Georgien und Azerbaijan, die auch Anspruch auf Gebiete hier erheben nach dem unklaren Grenzverlauf bei der Unabhängigkeit der beiden ehemaligen Sowjet-Staaten. Zwei georgische Soldaten halten uns von der Grenze fern, der obere Teil des Klosters ist für uns geschlossen. Es ist das älteste Kloster Georgiens. Das Kloster Dawit Garedscha entstand in der Mitte des 6. Jahrhunderts. In kurzer Folge gründeten sich in seinem Umfeld und in Ostgeorgien weitere Klöster, weitgehend nach dem Vorbild von Davit Garedscha. Die von syrischen Klöstern eingewanderte Gruppe der Dreizehn syrischen Väter waren die Initiatoren des Klosterlebens im damaligen Georgien und vollendeten die christliche Missionierung Georgiens unter König Parsman VI. (542–557). Im Zuge dieser Christianisierung wurde durch den Bischof von Nekresi das „ewige Feuer“ des Zoroastrismus gelöscht, worauf ihn der Statthalter der Persischen Besatzungsmacht steinigen ließ.
Nach der Radtour übernachten wir auf der Anhöhe (850mM) mit herrlichem Blick Richtung Krete und Kloster, im Hintergrund Azerbaijan - auch das ein "
Highlight" für uns.

Georgien 5 (Besuch Audrey): 

(Rainbow Mountains, Tbilisi-Paragliding, Audrey Besuch)  

Vom Kloster David Garerja fahren wir via Rainbow-Mountain‘s, einem Mini-Hike&Fly in Kazaniani nach Tiblis zurück, wo wir oberhalb in einer herrlichen Waldlichtung auf 1050mM über Tiflis nächtigen. Die Auffahrt war wieder mal G-Mobil-Gelände. Eigentlich suchten wir den Startplatz, der von einer anderen Seite besser zu erreichen ist.
Am Landeplatz war für die nächste Nacht der Schlaf-Platz mit wunderschönem Lichtermeer von Tbilisi. Morgens kommt der Schäfer vorbei, danach den ganzen Tag am „Gleitschirm-Spielen“ … war cool. Conny auf langer Wanderung.
Die Sturmtage verbrachten wir in Tbilisi am Lisi-Lake mit über 80km/h Wind für zwei Tage. Auf einer Wanderung bläst es uns auf der Krete fast weg…ein Baum am See ist ausgerissen. Das „Joggen“ um den See ist praktisch unmöglich. Die gute Tat des Tages; einem „Verzweifelndem“ beim Radwechsel helfen.
Abends fahren wir an Tbilisi-Flughafen …  wir haben unser Airport-Hotel dabei, denn Audrey (Tochter) kommt mitten in der Nacht an.

Der Besuch von Audrey waren schöne erlebnisreiche Tage. Trotz Anfangs stürmischem Regenwetter, zweimaligem nächtlichem Umparkieren wegen Militär-Grenzkontrolle (zu Nahe an Azerbeidschan) & böiger Sturmnacht 😬🥴 hatten wir es lustig. Sie fährt auch schon unseren G-„Lastwagen“ ;-) und winkt den Polizisten, als wir zusammen vor einer Schafherde halten müssen.
Beim David Gareji-Monastery und den Rainbow-Mountains (unterwegs mit Schlangenstöcken) wandern wir und sehen Schildkröten. Den Signagi-Abend bei den wilden Tandem-Boys, die vor Gewitter starten, schauen wir nur zu und zur Weinprobe im „The Tunnel“ geniessen wir georgisches Brot und Schweizer Käse, bevor wir weiter zurück Richtung Tbilisi fahren.

Wir treffen am Weg zum Tbilisi-Paraglider-Startplatz einen der „nur“ 15 gebauten EX328 von Bimobil - welch ein Zufall !!! Es sind Ellen&Ralf sehr sympathisch. Wir verbringen spontan den Tag und die Nacht mit Gleitschirm, Grillen und endlosen „Fachsimpel-Stunden“ über unsere Mercedes … was die Frauen reden haben wir leider verpasst. 
Audrey versucht sich bei ihren ersten Gleitschirm -Uebungen und Ralf, mutig & locker in der Luft mit der Landung vor seinem schönen Gefährt.

Georgien 6 (Heeres-Strasse): 

(Aragvi-Stausee, Truso Gorge, Stepantsminda, Dreifaltigkeitskirche Gergeti, Juta, Gudauri)  

Nach einer ruhigen Nacht am Aragvi-Stausee fahren wir auf der „Georgischen Heerstrasse“ auch „Grusnische Heerstrasse“ genannt, weiter. Es ist der historische Namen der Fernstrasse im grossen Kaukasus nach Russland. Unglaubliche kilometerlange Lastwagen-Kolonnen am Seitenrand … Russische, Armenische, Türkische, Georgische LKW’s warten auf die Weiterfahrt nach Russland. Es ist eine landschaftlich wunderschöne Gegend mit Schneebergen, abenteuerlichen alten Tunnel und Galerien. Nach dem Skiresort Gudauri (2200mM-3300mM) kommen wir zum „Georgia-Russia“-Freundschafts Monument, wo die Tandem-Gleitschirm-Flieger den Touristen Flüge andrehen. Auch wir wurden, als wir einparken, gerade von Touristen angesteuert für Flüge, wollten jedoch erst selber mal fliegen.
Weiter über dem Kreuzpass (2379mM), mit dem Friedhof deutscher Gefangener, fahren wir ins Seitental Truso, wo wir parken. Dort treffen wir abends noch zwei deutsche Wanderer, Reisende die uns schon mal auf das „Abano Nature Monument“ neugierig machen. Der Stellplatz mit Blick in die Gletscherwelt, der russische Maunuxox (4597mM), Nachbar vom Kazbegi (5054mM) zeigt sich am Horizont.

Truso-Valley-Hike: (18km /3h30 und strapazierte Haluxe 😀) Morgens früh los und wir wurden mit Sonne und wunderschönen Farben & Stimmungen belohnt. Der Regenbogen beim Wunschbaum ist Zufalls-Spiegelung und der Frosch wurde auch kein Prinz 🥴
In Stepantsminda angekommen und nach der Fahrt hoch zur Gergeti-Dreifaltigkeits-Kirche, machen wir uns frühmorgens los zur Erkundungs-Tour Richtung Kazbegi (5054mM). Bis kurz vor die AltiHut 3014mM, eine nach Schweizer Vorbild gebaute Berghütte. Schöner Rückflug über die Dreifaltigkeitskirche und Landung „zu Hause“, direkt vor dem G-Mobil, oben bei der Dreifaltigkeitskirche.

Dreifaltigkeitskirche Gergeti (2150mM) Dreieinigkeit, Trinität; in der christlichen Theologie die Wesenseinheit Gottes in drei Personen (Vater, Sohn, HeiligerGeist), das erste Symbol. Die Kirche ist ein georgisch-orthodoxer Kirchenkomplex aus dem 14. Jahrhundert oberhalb Stepanzminda/Gergeti, nur etwa 10km von der russischen Grenze. Jahrhundertelang wurde der Schatz der georgisch-orthodoxen Apostelkirche, das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino, hier aufbewahrt.

Von Stepantsminda gehen wir mit dem Bike los. Wir fahren erstmal via Sno, das mit den Steinköpfen, einigen alten kaukasischen Dörfern & Häuser weit hoch nach Juta.
Juta liegt auf 2200mM; das höchstgelege Dorf in Europa, vor dem höchstgelegen Dorf Europas Juf 2126mM (Schweiz) ! 🤔 Europa ? Dachte wir sind in Georgien/Asien? Der Kaukasus ist die geografische Grenze Europa ! Die Georgier sind ja kein asiatisches Volk ?!? 🤔 Aha - der Kaukasus als Grenze geografisch Europa !! Wir sind über dem Kreuzpass, also auf der Nordseite des Kaukasus, somit im geografischen Europa (Juta teils nur 5km von der Grenze Russland) ….🤪 … war jedenfalls schöne Bike-Tour nach Juta mit den "Dolomiten" im Hintergrund.


Am nächsten Tag wandern wir vom herrlichen Stellplatz oberhalb Stepantsminda hoch zur neuen Kapelle. Zwei „Kerzli“ zünden wir an :-) (für Conny's Mama und Martin's Papa)
Zurück in Gudauri, geht Conny auf eine Wanderung zum Kreuz am Kreuzpass und Martin zum Fliegen in Gudauri. Abends ging’s knapp 1000m hoch, auf über 3100mM und es war wunderschön mit einer Adler-Familie  🦅  entlang der hinteren Bergkette zu fliegen.  Es sollte einer der weitesten Flüge bleiben in diesem Jahr in Gudauri. (leider gab es nach Unfällen im August ein Verbot für ganz Georgien) 


Auf einem Hike&Fly mit Conny auf den Bidara-Peak (3011mM) erlebten wir die schwierigen Verhältnisse hier in den hohen Bergen. Niemand konnte unten am Tandem-Platz in die Luft und allem staunten als wir im Anflug waren. Es war jedoch ein schwieriger steiler Startplatz durch weichen Schnee mit „schlechtem“ Wind… => Startabbruch siehe letztes Foto 🥴 (die Nase in den Schnee getaucht 🥲)

Danach fahren wir zurück nach Tbilisi, für eine Woche „Ferien“ von unserem G-Mobil. Ein Heimflug, auch zum holen der neuen Hinterachs-Federn in Deutschland.

Georgien 7 (Svanetien): 

( Enguri-Dam, Mestia )  

Wir fahren die lange Strecke Kutaisi, Zugdidi nach Mestia (Swanetien) und kommen am Enguri-Dam vorbei Mit 271.5m steht die Mauer als Nummer 7 der höchsten Staumauern der Welt da, hinter der Grand Dixence (6). Der Enguri-Dam war eine der grössten Bogenstaumauern, jedoch seit die Chinesen gebaut haben nur noch die Nummer 5. Mit der Breite von 750 Metern das gewaltigste Bauwerk in Georgien, Der Stausee liegt auf der Grenze zur für uns „gesperrten“ Republik Abchasien. Georgien und Abchasien betreiben das Werk gemeinsam. Enguri produziert rund 40 % der georgischen Stromproduktion. Die Kapazität beträgt 1.300 Megawatt. Wegen mangelhafter Instandhaltung sind Staumauer und Kraftwerk in einem schlechten Zustand. Durch ein beschädigtes Überlaufwehr der Staumauer, ein sogenanntes "Stoplog", gehen jährlich rund 500 Millionen Kilowattstunden verloren, das ist fast ein Viertel des Stromverbrauchs der georgischen Hauptstadt Tiflis. Das Kraftwerk nutzt gegenwärtig nur 40 Prozent seiner Kapazitäten. Nur vier der fünf vorhandenen Generatoren sind in Betrieb.

Nach der Nacht an der Staumauer, erreichen wir am nächsten Morgen Mestia in Swanetien. Das „Matterhorn“ von Georgien (von Mazeri aus gesehen) wollte sich noch nicht ganz zeigen: Der Mount Ushba 4710mM.
Auch der Mt. Elbrus 5642mM, wäre nur 40km über der Grenze in Russland. Eine kleine Bikefahrt Richtung Norden runden einen ersten Eindruck von Swanetien ab. Leider ist das Wetter
sehr wechselhaft … aber es ist eine wilde & sehr schöne Gegend.

Am nächsten Tag wandern wir zu den Koruldi-Lakes hoch. (1500hm/22km). Dort habe ich dreimal den Gleitschirm ausgepackt und leider wieder eingepackt, am Schluss musste ich sogar runterlaufen. Es wurde ein langer Weg.

Bei wunderschöner Bike-Tour um den Zagar-Range (Heshkili, Ieli, Tsvirmi, Ughviri Pass), [39km/1200hm] sehen wir sogar Southern&Northern Ushba 4710mM/4697mM. Eindrücklich heute und sogar fast ohne Wolken. Heshkili ist ein sehr schöner ruhiger Ort mit sympathischer Wirtin, wo wir als erste Schweizer Besucher unsere Flagge malen durften.🇨🇭 Geniale Gegend und eine sehr schöne Lodge !! Unglaublich wie man in der Abgeschiedenheit des Kaukasus leben und wohnen kann, trotzdem wurden Wehrtürme in jedem Dorf gebaut … dazu auch die Kreuzgiebel-Dach-Kirchen🤔. Es war wieder ein sehr schöner Tag 😊

Unser schöner Wohn-Platz liegt hinter dem kleinen Flughafen in Mestia. Wir lernen dort das pensionierte Ärzte-Paar Margrith&Manfred mit seinem Humor kennen, die zwei sympathischen Pensionäre vom Karman-Camper, die zwei Rosenheimer und die Familie aus Frankreich, YakaYaller.
Am nächsten morgen studieren wir die Wettervorhersage … nach dem starken Regen der Nacht, macht es keinen Sinn die Ushguli-Strecke nach Lentekhi zu fahren. Das instabile, wechselhafte Wetter, der nasse Sommer hier in Georgien lässt uns südwärts planen…. vom „Grossen Kaukasus“ in den „Kleinen Kaukasus“ Richtung Armenien. (Plan B; Swanetien im Herbst nochmals zu besuchen).
Auf der Fahrt von Swanetien werden wir im Entscheid bestätigt … das Wasser fliesst schneller als die Strasse für uns zu lässt. Auch später erfahren wir von den vielen abgeschwemmten Strassen Richtung Lentheki und im Shatili-Tal. Wirklich ein spezieller Frühling, Sommeranfang hier im Grossen Kaukasus.

Georgien 8 (Kleiner Kaukasus): 

( Borjomi, Vardzia  )  

Wir kommen Abends in Borjomi an. Die Mineralwasser-Stadt - Borjomi-Wasser ist das Exportgut Nr. 1 von Georgien. Auch hier muss starker Regen gewesen sein. Am nächsten Morgen gehen wir auf eine kleine Wanderung via Borjomi-Park zur Seilbahn-Bergstation, Sulphur-Bäder und zurück in den Park. Die Feuchte treibt Pilze aus dem moosbewachsenem Waldboden & Schnecken auf Wanderung.
Das Borjomi-Wasser aus dem Bohrloch #1 aus 195m tiefe lässt Conny das Gesicht verzehren, aber es soll sehr gesund sein für Magen&Darm.
Wikipedia weiss: Bordschomi liegt auf 820 mM im Kleinen Kaukasus am Fluss Kura und ist für sein gemäßigtes Klima, seine Naturschönheit und seine Heilquellen bekannt. Der Kurort grenzt unmittelbar an Georgiens größtes Naturschutzgebiet, den Bordschomi-Charagauli-Nationalpark. Bordschomi ist von umfangreichen Nordmanntannenwäldern umgeben. Ihre Zapfen wurden traditionell als Saatgut für Weihnachtsbäume geerntet und nach Westeuropa exportiert. Nach dem Kaukasuskrieg 1864 machte der russische Vizekönig Bordschomi zu seiner Sommerresidenz. 1894 erhielt Bordschomi Bahnanschluss und damit ein repräsentatives Empfangsgebäude. Reiche Perser, Aserbaidschaner und Russen bauten prächtige Villen. Es entstanden große Kurhotels und mehrere Parks. Zu den Kurgästen zählten der Komponist Pjotr Iljitsch Tschaikowski und der Schriftsteller Leo Tolstoi. Bei der Olympia-Bewerbung für‘s Jahr 2014 war Borjomi dem russischen Sotschi unterlegen.

Wir fahren mit Ecken und Umwegen weiter. Erst fahren wir zum Skiort Bakuriani. Es wird dort für den Snowboard-Weltcup eine grosser Funpark und gewaltige Waldschneisen in den Berg gebaggert. Es gefällt uns im Sommerbaubetrieb nicht, also weiter über den Pass zum Tabatskuri-Lake. Die Passstrasse bis 2500mM sieht aber nach Gravel-Road aus ... schlechtes Wetter und oben in den Wolken.
Wir drehen und wollen via Borjomi fahren, da sehen wir einen 40-Tönner-LKW, eine Abkürzung nehmen, eine weisse Strasse?? Wir folgen dem Lastwagen, die Strasse wird immer schmaler und plötzlich stehen wir mit dem Lastwagen vor einer Militär-Station. "No Way" für Euch heisst es. Papiere, Auto-Papiere und Pässe. Es wird telefoniert ... der Lastwagenfahrer möchte nicht mit uns reden, er fährt plötzlich los mit PW, lässt LKW stehen.
Dann kommen die Militär-Kontrolleure zurück und erlauben uns die Weiterfahrt ... es sei aber eine kleine Strasse aber mit Eurem G-Mobil machbar. Wir entscheiden um zu drehen, doch via Borjomi zu fahren. 
Später erfahren wir, dass hier ein Sperrgebiet sei, dass die Erdgas-, Erdöl-Leitung hier durchgeht und Anschläge die Gefahr seien und waren.

Wir kommen doch noch an, Abends spät bei der eindrücklichen Felsenstadt Vardzia. Wir parken zusammen bei den sympathischen Belgiern Tine&Jelle (seit 4 Jahren unterwegs) mit ihren Landi, "Panda The Defender".
Zusammen besuchen wir am nächsten Tag Vardzia. Erbaut im 12. Jahrhundert vom georgischen König Giorgi III. In einer 500m hohen Felswand als Grenzfestung gegen Türken und Perser. Sie bot Platz für 50‘000 Leute in 3000 Wohnungen. Giorgi‘s Tochter Tamar vervollständigte das Bauwerk und richtete es als Kloster ein. Es gab eine Kirche, Schatzkammer, Bibliothek, Bäckereien, Apotheken, Badebassins und Ställe. Das Wasser floss aus Keramikleitungen. Ein Erdbeben 100 Jahre nach dem Bau zerstörte einen grossen Teil der Anlage.
Vielleicht kreuzen wir uns im Iran wieder, sie wollen eines Tages nach Südost-Asien.

East: Part 2 (TUR / GEO / ARM)

Part Armenien: (Juli 2022) 
 
Auch in Armenien war der Grenzübergang über 7 Posten, nach einigen Formalitäten gut und freundlich. Bezahlen der Haftpflicht-Versicherung war im voraus "Online" erledigt, Einfuhrgebühr für unser G-Mobil zahlen ... Sprüche klopfen. Fertig.
Armenien bezaubert mit seinen unzähligen Kirchen, aber auch schöne Landschaften (90% über 1000mM), hohe Berge, tiefe Canyon ... und perfekt ausgerüstete Kletter-Routen.

Factbook: Republic of Armenia
Einwohner;
3Mio, Hauptstadt Yerevan - Jerewan (1Mio Einw. und ist älter als Rom 782 BC)
Sprache: Armenisch 98% (Russisch weit verbreitet, auch die Lada‘s ;-)
Religion: Armenisch Apostolisch 92% (erstes Land der Welt das das Christentum anerkannte)
Lebenserwartung: Male 72.3y, Female 79.2y (Total 75.6) (Schweiz: male 80.5 ; female 85.3;  Total 82.8)
Lage: Ein Gebirgsland, 90% über 1000mM. Mittlere Höhe 1800mM.   Höchster Berg: Mt. Aragat 4090mM (nicht Mt. Ararat !)
Nördliche Breite 40N (wie Menorca, Peking, Philadelphia, California) Hochland Klima, Heisse Sommer, Kalte Winter

Ressourcen: Ein Agrarland, das Land der Aprikosen, Gold, Kupfer, Molybdän, Zinc, Bauxit
Flaggen-Farben:
Rot: das Blut der Verteidigung;   Blau: der blaue Himmel;   Orange-Apricot: Fruchtbarkeit; die Aprikosen sind unglaublich fruchtig !!!

 

Bildschirmfoto 2022-08-21 um 13.12.30.png

Armenien (Nord und Yerevan): 

(Batra-Grenze, Gyumri, Mastara, Yerevan, Kloster Geghard, Symphonie of Stones)  

Nach der recht problemlosen Ausreise und Einreise über etwa 7 Posten, aber sehr freundlich, atmeten wir wieder mal auf, doch an der letzten Schranke, nochmals Stopp !! 👮‍♂️
Ein dekorierter älterer Beamter kommt, upps was jetzt 🤔 ?
Er bringt sein Deutsch hervor, welche Stadt ? Er war in Deutschland auf der Schule ! Dann kommen viele lustige Phrasen hervor, wir lachen 😀 „Kommen sie an die Tafel, schreiben sie“: Ich heisse …. Blablabla !
Zum Schluss singt er 😁: „O Tannenbaum - O Tannenbaum 🤣😝 … die ganzen Offiziellen lachten wie wir aus voller Kehle 😁

Beim Genozid-Museum oberhalb Yerevan, es stimmte nachdenklich, sehen wir auch ein Motorrad. Das muss der sein, der mit der Katze um die halbe Welt fuhr. Wir warten nebenan. Das Buch haben wir letztes Jahr gelesen, welch ein Zufall ihn hier zu treffen. Wir haben lange miteinander geredet & Reise-Tips ausgetauscht, sehr sympathisch. Das Buch von Martin Klauka: "Einmal mit der Katze um die halbe Welt"

Yerevan auf 1000mM ist eine der ältesten Städte der Welt. Im ersten Eindruck viel Beton von halb-zerfallenen Sowjet-Bauten, nicht sehr reich, aber im zweiten Eindruck, doch recht sympathisch und lebhaft mit den vielen Café‘s&Restaurants, in einigen Strassen fast vor jedem Haus - es lebt. Und viele Mercedes G500plusplus ... es muss doch einige sehr wohlhabende Leute hier haben !?

Im Kloster Geghard - wir staunen, aber bei den "Symphony of Stones", da staunen wir noch mehr, was die Natur konstruiert. Schade darf man nicht mehr klettern 🧗‍♀️

Armenien (Center): 

(Angels' Canyon, Lanjanist, Devils Canyon, Noravank-Canyon)  

Unterwegs im Angel‘s Canyon. Erfrischendes Bad, gemütlicher Tag und feiner z’Nacht mit süsslichem Quitten-Wein und frisch gemachtes Aprikosen-Kompott zum Dessert, Conny hat wieder mal fein gekocht👌. Dazwischen gab's aber auch Besucher, Badegäste & Trinkenbolde. Alle wollen uns frische Früchte und Schnaps schenken.

Am nächsten Tag, unterwegs zum Gleitschirm-Fliegen, treffen wir viele Störche, die schon erste Thermik auskreisen. Wir kommen recht abgeschieden auf 1900mM in Lanjanist an und treffen einen Bauern mit einem coolen Inder als Gehilfen (aus Punjab). Er ist nach Muscat, Dubai, Bangkok, HongKong seit drei Jahren in Armenien - hier bleibt er, völlig in der Natur … er heiratet hier diese Woche. Zum Glück spricht er gut English und hilft uns bei den Gesprächen übersetzen.
Es wird erst mal Kaffee und Kekse aufgetischt. Die sehr liebe Bäuerin schenkt uns ein frisch gebackenes Brot und Käse. Sie haben 42 Kühe (je 2 mal 5 Liter Milch/Tag), Pferde, Hunde und Hühner. Sie wohnen hier wie auf der Alp auf 1900mM, im Winter ziehen sie ins Dorf runter.
Der Flug war wieder mal schön, eine knappe Stunde der Krete entlang, in der Ferne sehe ich den Kleinen & Grossen Ararat. Conny wandert zum Tasanord 2534mM.
Unterhalb dem Dorf nächtigen wir, der Wind liess keinen zweiten Flug mehr am Nachmittag zu, dafür verwöhnt uns die Sonne mit goldener Kugel am Abend.

Tags darauf nochmals ein Hike&Fly, eine schöne Wanderung mit Gleitschirm, Anfangs eher zu schwach, danach die Strecke über den Pass zu starker Gegenwind für mich. Gut eine Stunde in der Luft, dann fliege ich zurück zum G-Mobil.
Wir fahren weiter, an den Devils-Canyon, finden wieder wunderbare süsse Kirschen unterwegs und treffen unten im Canyon ein „Renault-Unimog“. Es sind Doro&Gerhard aus Stuttgart, Kletterer und auch mit Ski‘s, Bike unterwegs - cool. Sie zeigen uns die leichten Routen im Canyon (5a/b) thanks👌 Sehr gute gebohrte und abgesicherte Routen, das haben wir hier in Armenien nicht erwartet. Wir bleiben noch eine Nacht um morgens noch die andere Schattenseite zu erkunden, zu klettern. (siehe Armenian-page: uptherocks.com)

Danach sind wir im Noravank-Canyon; Klettern und das eindrückliche Kloster Noravank. Wir übernachten an einem schönen Rastplatz mit kühlem Bach, Höhlen-Restaurant, netten Leuten und einem Wildhüter, der Leopard- & Bären-Bilder zeigt. Die Kletter-Routen sind wieder sehr gut & neu eingerichtet. Auch Doro&Gerhard sind am Morgen wieder dabei. Das war sehr schön gewesen und wir haben auch viel dazu gelernt !
Der Abendspaziergang zum Kloster Noravank (UNESCO-Weltkulturerbe) rundet den Tag ab.
Am nächsten Tag eine Bike-Runde über dem Noravank-Canyon. Sehr schöne Natur und Abends konnten wir wieder einmal nicht „Nein“ sagen zur Einladung an eine Geburtstags-Party, natürlich mit Schnaps und Essen im Übermass 🥴😀. Es waren vier schöne aktive Tage bei der Raststelle mit dem Höhlen-Restaurant.

Armenien (Süden): 

(Jermuk, Shaki, Carahunge, Khndzoresk, Tatev-Monastery)  

Jermuk (Djermuk) liegt auf 2000 mM und ist bekannt durch seine Mineralwasser-Quelle, der grössten von Armenien. In der Trinkhalle gibt es Hahnen von 30-53 Grad warmem Wasser zu degustieren. Der Ort scheint in der „Zwischen-Blüte-Zeit“; in der Sovjet-Area war Jermuk ein blühender Kurort. Nach dem Zerfall der UdSSR scheint es nun langsam wieder aufwärts zu gehen, es wird gearbeitet, die Parkwege neu angelegt, Die ehemals betonierte Landebahn ist jedoch mit Gras überwachsen, geschlossen.
Wir parkieren am Nachmittag vor einer alten Kaserne, neben einem alten Steinplattensägewerk und wandern zu den warmen Mineralwasser-Quellen hoch. Ein Sprudelbad wie im Jacuzzi nur mit Mineralwasser mit Kohlensäure angereichert. Der Geysir sprudelt alle 7 Minuten für 2 Minuten, eine schöne Rücken-Massage … mit Glück gibt es eine zweite Runde, bevor der nächste Touristen-Off-Roader mit Russen oder Indern ankommt.

Nach einer Nacht am Kechut-Reservoir, geht es weiter der „Armenischen Seidenstrasse“ entlang, oft über 1800mM über den Vorotan-Pass (2344mM). Überall am Pass werden Champignons verkauft und wir finden endlich wieder feinen Blütenhonig.
Die Nacht verbrachten wir am Shaki-Wasserfall, wo wir auf eine Offroad-Truppe treffen. Feine Senioren-Truppe mit Arzt, der mir armenischen Cognac verschreibt für meinen „schlappen Körper“ (Thks Doc, war nett). Vermutlich waren es die schimmeligen „Import-Schogetten“ 🥴🤔😮‍💨

Das ehemalige Dorf Carahunge (Stein-Schatz) ist 7500 Jahre alt, damit 3000 Jahre älter als das berühmte Stonehenge ! Es wird vermutet, dass die bis 3m hohen stehenden Steine für astronomische Beobachtungen gebraucht wurden. Total 223 Steine wurden identifiziert. Davon etwa 80 Steine die einen Kreis bilden, davon 37 Steine mit Loch oder mehreren Löchern. Einige in Bezug auf Sonnen-, andere auf Mondaufgänge, aber vieles ist noch nicht geklärt an dieser wissenschaftlichen, alten Stätte.

Weiter fahren wir nach Goris. Es liegt in einem grossen Talkessel und war mal ein regionales Industriezentrum. Nun leidet es immer noch stark am vergangenen Karabachkrieg (2020). Die wichtige Strasse zum „Laçin-Korridor“ nach Stepanakert in Bergkarabach zweigt hier ab. Die Grenze zur Republik Arzach (oder Bergkarabach) ist nur noch 10km entfernt. Es gilt seit November 2020 ein Waffenstillstand Armenien/Azerbaijan. Das armenische Militär ist sehr präsent. Auch einen russischen LKW-Konvoi kreuzen wir (sie sind hier für die Einhaltung der Waffenruhe verantwortlich 🤔) und auch einige IKRK-Landcruiser sind unterwegs, „spannender“ Job. Ob die Toyotas-Landcruiser die Mienen besser verkraften als unsere Mercedes-G …?
Wir nächtigen in einem frisch gemähten Heufeld 😬. In der Schlucht wandern wir über in die Hängebrücke in die einstige Stadt Khndzoresk. Von oben sehen wir an „unserem“ Stellplatz einen gelben Bus, er hat sich fast auf die Seite gelegt und ist um unsere Abschlepp-Hilfe froh („apres-apres“ "danke-danke" … Cognac !!)

Tatev-Monastery aus dem 9. Jahrhundert ist eines der bedeutendsten Kloster und Baudenkmäler in Armenien. Es wird durch die Seilbahn Tatev (auch „Wings of Tatev“ genannt) oder die Strasse die tief in den Vorotan-Canyon runter geht mit dem Dorf Halidzor auf fast der gleichen Höhe verbunden. Es ist die längste Seilbahn der Welt (5752m), aufgenommen im Guinness Book of Records und deutlich länger als die 1999 eröffnete Sandia Peak Tramway in Albuquerque, New Mexico, USA. Die Pendelbahn wurde von Doppelmayr/Garaventa (Österreich/Schweiz) 2010 gebaut.
Wir lassen jedoch das Kloster und die Seilbahn „links“ liegen und wandern in die eindrückliche Schlucht hinunter, teils auf dem TCT, Trans-Caucasian-Trail. Dort treffen wir schon unseren Nachfolger des G-Mobil’s … falls es keinen Diesel mehr gibt setzten wir unsere Reise mit dem lieben Esel fort 😀.
Unten im Canyon das verdiente Bad, im warmen Pool aus kohlensäurehaltigem Wasser. Weiter vorne an der Teufelsbrücke klettern wir an Kabel und Leitern runter in die Vorotan-Tropfsteinhölen-Schlucht, ein kleines Canyoning, das uns sehr mit Farben und Formen überraschte … wunderschön.
Zurück in Tatev oben, wir 
haben Glück und werden beim Autostopp von einem jungen Arzt mitgenommen, lassen wir den Tag beim verdienten Bier und guten Gesprächen mit anderen „Touristen“ ausklingen...und natürlich der guten Conny-Küche.

Armenien (Osten): 

(Selim-Pass, Vulkan Argmaghan (2829mM), Ghegam-Bergkette, Azhdahak (3597mM) )  

Von Tatev fahren wir wieder Nordwärts Richtung Sevan-See über den Selim-Pass (2410mM) mit der uralten Karawanserei. Conny steigt Abends noch zum Vulkan Argmaghan (2829mM) hoch, die Einheimischen fahren mit dem Auto hoch, was wir nicht mal unserem G zumuten 🥴 Der herrliche Platz mitten im Grasland könnte auch in der Mongolei sein.
Heute morgen sind wir nochmals auf dem Vulkan Argmaghan (2829mM) gewesen und runtergeflogen, Überflug des Kraters reichte nicht gegen den Wind 😉 Danach ein CCCP-Eis gegessen, das waren noch Eishockey-Zeiten 😀 [ СССР (Союз Советских Социалистических Республик, SSSR in Latin script) is a Russian abbreviation for the Union of Soviet Socialist Republics (USSR) ]
Jetzt am Sevan-See, echt verlassene schöne Gegend mit erfrischendem Bad 🛁 . Wir haben das Gefühl der See ist nur für uns - der Sevan-See ist der größte Süßwassersee Armeniens sowie des gesamten Kaukasus. Der See liegt 1900 m über dem Meeresspiegel.

Abenteuerliche Fahrt hoch in die Berge der Ghegam-Bergkette, eine vulkanische Gebirgslinie mit schönen Vulkan-Kegeln (letzte Erruption ca. 1900 BC). Ich glaube wir haben nun die Schräglage unseres G-Mobil genug ausgereizt 😬 - ich hatte zittrige Hände nach Ankunft im Basecamp … eigentlich hätte ich besser schon morgens früh Wodka bei den Alp-Bauern mitgetrunken, dann wäre die Fahrt bestimmt lockerer gewesen 🤪 Wir wurden zu Kaffee & Schnaps „reingezerrt“, danach wurde Fleisch, Käse, Kekse aufgetischt, aber mein Bauch rumpelt doch immer noch 🥴. Frischkäse und Yoghurt das wir nicht gegessen haben „mussten“ wir mitnehmen, einfach unglaublich … war wieder lustige, interessante Begegnung !
Wir genossen danach die Ruhe alleine auf „unserem“ Basecamp (2890mM) sehr … war wunderschön so alleine mitten in den unglaublich farbigen, artenreichen Blumen-Wiesen. (Thks Doro&Gerhard for the Reko-Tour)
In den Gegham Bergen sind einige Kuh- und Schafhirten, genannt „Yazidi“, eine der nationalen Minderheiten von Armenien heimisch. Sie leben den Sommer durch oben in den Bergen auf über 3000mM mit Familie, Kindern und sogar Kleinkindern.

Azhdahak (3597mM), war dann am nächsten Tag unser Ziel. Der höchste Berg des Gegham-Range, 3.höchster Berg in Armenien, nur einige Meter weniger als der Schweizer Tödi. Der Kegel hat einen Durchmesser von 1600m und ist 370m hoch über der Ebene.
Der Tag beginnt früh. Mit dem Bike fahren wir den ersten Teil hoch, kommen an einem grossen Yazidi-Camp vorbei, wo Conny am liebsten ihr Bike gegen das Pferd tauschen wollte.Sie durfte eine Runde mit dem Pferd reiten.
Der Azhdahak ist ein eindrücklicher schöner Gipfel auf fast 3600mM. Es war eine lange Tour (24km) und wir lassen uns abends glücklich ins hohe Blumengras vor unserem Camper nieder: „Life is Good“ !!

Armenien (Mt. Aragaz 4090mM): 

(Lake Kari, Mt. Aragaz 4090mM)  

Nach zwei ruhigen Nächten am Sevan-See mit weissem Mini-Sandstrand sind wir zum Lake Kari auf 3200mM hochgefahren. Wir treffen einen Schweizer Unimog (Anita&Andreas aus Graubünden) und wandern um die verfallene Militärstation … das wäre ein Skigebiet ;-)

Mount Aragats, der höchste Berg in Armenien. Lange Tour durch Geröll, Blocksteine, Schneefelder und via „Col South West“ auf und ab zum „False Peak“ (4050mM), danach hiess es „leicht tricky“ zum NorthPeak“ (4090mM). War leicht mehr als „tricky“, auf dem ausgesetzten, luftigen, losen Grat mit Windböen rüber auf den Hauptgipfel. Und auch hier ist die Luft auf 4000m dünner ;-)
Beim Abstieg sehen wir in der Ferne noch die beiden Ararat-Gipfel über der Grenze in der TurkiyeWir sind „happy“, glücklich und müde zurück beim G-Mobil, war abenteuerliche schöne Tour !

Armenien (Sevan-See, Dilijan Ntl. Park): 

(Parz-Lake , KlosterGosh, Lastiver Waterfall, Sevan-See, Odzun, Haghpat-Monastery)  

Bike Tour vom Parz-Lake via Lurt zum Kloster Gosh. Echtes Bike-Gelände bis zum Kloster 👌😎 Es sieht aus wie bei uns vor 30-ig Jahren, auch sind sie noch von Hand am „Heuen“. Wir wurden von intelligentem Hund, der schon die Nacht vor unserem G wartete, begleitet. Den zweiten Teil, Strasse vom Kloster, mussten wir uns aber davon-schleichen, wir glauben er hat es verstanden.

Von unserem Platz am Getik-Fluss machen wir einen Ausflug via Ijevan nach Yenokavan mit dem luxuriösen Lastiver Resort. Bei warmen 30 Grad wandern wir runter im kühlen Wald zum Lastiver Wasserfall … das war eine schöne Abkühlung, nur hoch wandern gab wieder warm 😅

Herrlicher Stellplatz am Sevan-See auf 2000mM. Da bleiben wir einige Tage 😎 Wir treffen Heike & Carsten, die mit ihrem Truck auf ähnlichen Spuren sind wie wir. Alle haben die gleichen drei/vier Optionen zur Zeit für die Weiterreise.
Das Bad vor der Haustüre ist wunderbar erfrischend.

Das Haus am See (Sevan-See) sehen wir auf einer Bikefahrt um die Halbinsel mit Mt. Artanish (2461mM). Echtes Gravel-🤪, äh MtnBike-Gelände, à la Eggenberger Stufe1 😉, mit Schlangen- und Schwalbe-Unplattbar-Abschnitten 👌😀 Wunderschön - ursprüngliches Armenien !!!
Gemse, Adler mit Wasserstelle und Silberklumpen sehen wir. Zum Schluss war’s ein 50k-Genuss, entlang der „Telegraph-Road“ von Dire Straits (Mark Knopfler). 
https://m.youtube.com/watch?v=Nr6ya1ziKPsx

Nach Ruhetag&Reparaturen, ob die auch defekte Rückfahr-Camera am Heuwagen haben 🤔🤪, heute nochmals auf’s Rad. Herrliche Gegend im Hinterland, Blumenwiesen, Heubauern, verlassene Dörfer und Bahnhöfe. Und heute mal kein Apero, oder nur alkoholfrei 😉 … Heike & Carsten sind Richtung Yerevan weiter, war lustig&interessant - see you around. Wir bleiben noch eine 4. Nacht 😊

Einer neuer schöner Platz finden wir hoch über der Debed-Schlucht mit schöner Aussicht.
Morgens wieder einmal ein Hike&Fly und nach 45min im „Lauch“ gelandet, abgesoffen und warten auf Conny 😍

The long way to Haghpat-Monastery. Die ersten 800hm waren schwül-heiss, die letzten 50hm waren sehr schön im abgelegenen Dorf Tsaghkashat und der Hochebene anzukommen. Wäre sehr interessant sich in die UdSSR-Zeit zurück zu "Beamen" …. 🤔
Der „Single-Trail“/Wanderweg wie vom Gebidem-Pass runter, nur Anfangs brutal viele Brombeeren-Stauden & Brennnesseln 🥴. Der alte Wolga-Wagen im Dorf war gut gepflegt. Den Nachmittag geniessen wir frisch geduscht (die zweite Nacht) im Hagpath-Camping … entspannte, angenehme Stimmung.

Haghpat-Monastery, eines der eindrücklicheren Kloster in Armenien. Ein verdientes UNESCO-Weltkulturerbe.

East: Part 2 (TUR / GEO / ARM)

Part Georgien zweites Mal: (August 2022) 
 
Auch der zweite Zollübergang nach Georgien war gut und einfacher als nach Armenien. Nachdem wir wegen dem regnerischen Wetter und zu viel Schnee im Frühsommer in den Bergen, erst nach Armenien reisten, haben wir nochmals Pläne in Georgien. Aber erst den Mercedes-Service in Tbilisi, dann Kazbeg-Besteigung, danach Swanetien zum Gleitschirm fliegen, was leider wegen "Verbot" nach Unfällen nicht möglich war. 

Georgien 9 (Shatili): 

( Tbilisi, Datvis-Jvari-Pass, ShatiliMutso, Ardoti, Stepantsminda )  

Wieder in Tbilisi und wieder mal am Lisi-Lake … wunderschöne Sommer-Ferien-Stimmung, Baden am See oberhalb Tbilisi. Abends ist der Parkplatz voll und wir schlendern noch gemütlich für ein Eis durch die Leute. Wir sind schon bald heimisch, kennen die morgendlichen Jogger. 
Am Freitag bekommt Mercedes bei Mercedes-Tiflis einen Service. Bei SpeedQueen-Wäsche wird gewaschen … und welch ein Zufall, dort treffen wir Madahin (Marlene&Daniel mit ihrem Unimog aus der Schweiz). Wir fahren zusammen für die Nacht an den Tbilisi-Sea (Meer von Tiblisi). Wir hatten schon Kontakt per Mail (für ihre Ararat-Info) und treffen sie nun zufällig. Vom Tbilisi-Sea fahren wir am Samstag-Morgen an den Para-Trainings-Hügel … aber wo sind denn die „Locals“ 🙄🤔. Es fliegt trotzdem, windet jedoch genug, wie angesagt. War schönes sehr sympathisches Treffen mit Marlene & Daniel (madahin.ch).

Weiter geht es nochmals in die Berge. Der Grosse Kaukasus und wir erleben eine fantastische Stimmung am Datvis-Jvari-Pass (2677mM) auf der Fahrt nach Shatili an der Grenze zu Russia.

Shatili, in der Provinz Chewsuretien liegt im Pshav-Khevsureti Ntl. Park. Die mittelalterliche Architektur erfüllte die Funktion einer Festung. Es liegt auf 1420mM sehr abgelegen, in 3-4 Std (100km) über eine langsame Naturstrasse vom Zhinvalli-Stausee erreichbar. (22 Einwohner, 2014)

Auf einer schönen Wanderung im Pshav-Khevsureti National Park erleben wir wieder die unglaubliche Weite ohne „Menschenseele“, diese Natur. Aber es hat auch einsame Höfe und natürlich auch Grenzposten mit georgischen Soldaten. Beim Foto mit Pferd sieht man den Mt. Tebulosmta 4492 mM ! Sieht ein wenig wie Finsteraarhorn/Lauteraarhorn aus.
Abends campieren wir 5km südlich von Mutso, unterhalb Ardoti, wunderschön an einem Bach. Wieder am gleichen Platz sind auch Charlotte&Richard aus den Niederlanden mit ihrem Lancruiser. Beides „sehr“ früh ausgestiegene „Airliner“, Charlotte Flight-Attendant, Richard ex KLM-Jumbo. Sie erzählen uns vom tragischen Tandem-Unfall in Gudauri, den sie mitansehen mussten und bei dem mit der  Rettung abstürzendem Helikopter mit 8 Leuten an Board verstarben. Charlotte filmte es, als Zeugen waren sie auch auf der Polizei-Station. Der ganze Ablauf war jedoch nicht sehr überzeugend, professionell ... und der Unfall schien ihnen verständlicherweise recht Nahe zu gehen. Jetzt wissen wir, warum wir vor einigen Tagen in Tbilisi alleine am Gleitschirm-Hang waren … Gleitschirm-Fliegen ist in ganz Georgien verboten worden, auf unserer Swanetien-Runde wird deshalb auch kein "Fliegen" möglich sein - schade !!

Zurück aus dem Shatili-Tal ist es eine Tages-Reise (200km in 7 Std) via Gudauri nach Stepantsminda. Zu Fuss wären es 75km / 3500hm. Aus dem Shatili-Tal waren einige Bach-Übergänge überspült - die heftigen Gewitter, hatten die Strasse schon im Frühsommer arg beansprucht. Wir treffen schon wieder ein G-Ersatz; eine „scheue“, sehr liebenswerte Esel-Familie.
Den Abschleppdienst mit Autonummer AI (Appenzell Innerrhoden) haben wir im Gudauri-Tal gekreuzt. Wir kennen uns in Stepantsminda schon ein wenig aus und fahren direkt an die Mineralwasser-Quelle. Auch die Strasse hoch zum Gergheti-Monastery ist inzwischen unpassierbar, wurde auch 
weggespült. 

Georgien 10 (Mt. Kazbeg 5054mM): 

( Stepantsminda )  

WWW WartenWandernWolken ☀️🌧☀️⛈ Wolken auf allen Höhen, mit allen Geschwindigkeiten … heute ist es aber trocken beim Wandern. Morgens meist schön, Abends meist weniger schön … wir wären „ready“ 😉

Geburtstag im "The Rooms-Hotel“ 🥰

Guten Morgen aus dem G-Mobil, welch ein Blick oberhalb vom „Rooms-Hotel“ … ein schönes „Horu“ mit eindrücklicher Dimension.
Kasbek 5047mM: Ein erloschener Vulkankegel am Fusse von Stepantsminda, das bis 2006 den Namen Qasbegi des georg. Schriftstellers Aleksandre Qasbegi (1848-1893) trug. Erstbesteigung 1868 von Douglas Freshfield, Adolphus Warburton-Moore & Charles Tucker und natürlich einem Schweizer Bergführer (siehe Wikipedia ! )
Laut griechischer Sage soll Prometheus dort angekettet worden sein, weil er den Göttern das Feuer entwendete und den Menschen gab. Herakles befreite ihn dort ;-)


Yesss wir haben es geschafft … Kazbegi 5054mM. Das brauchte Geduld bis das Wetter mitspielte, aber es war ein super schönes Abenteuer. 4-tägige Tour plus Essen&Gas für 7 Tage, das ergab unsere schweren Rucksäcke.
Wir verbrachten die erste Nacht in unserem neuen Zelt bei der Alti-Hut, eine von Schweizern erbaute Hütte auf 3014m und die zweite Nacht bei der Bethlemi-Hut 3650m (former Meteostation). Wir wollten erst noch höher ein Camp beim Gletscher errichten, aber da das Wetter & der Wind gut aussahen, planten wir schon am dritten Tag den „Summit-Day“ von der Meteostation auf 3650m.
Um 01:30 ging’s los. Vor uns war schon eine Lichterkette von Stirnlampen zu sehen, viele coole Iraner & Iranerinnen waren auch am Berg unterwegs. Wir gingen langsam und waren trotzdem bald die „Spurensucher“ im Dunkeln durch die Geröllwüste, das war nicht immer einfach.
Vom Grenzsattel zu Russland, wo wir unterhalb die Lichter von drei/vier Gruppen aus Russland sahen, zogen wir alleine Richtung des steilen Gipfelhang, am Schluss bis 45 Grad. Mit der guten Spur war es jedoch ein problemloser Gipfelhang. Wir nannten den Hang „Killerhang“ in Anlehnung des "Alphubel-Killerhang" , nur dreimal so lange.
Schon vor 07Uhr30 standen wir alleine auf dem Gipfel. Welch ein Erlebnis !! Die frühe Zeit war auch gut, denn wir sahen morgens noch recht weit, sogar bis zum Elbrus und nach Russland rein und die Wolkenschicht zog schnell höher und überspülte bald die ersten tieferen Gipfel.
Der Abstieg war lange, aber der Abstieg am nächsten Tag mit den schweren Säcken von der Meteostation bis nach Stepantsminda „nach Hause“, zum Camper noch länger 🥴.

Kommentar zu den Fotos:
- Auf der Alti-Hut, die „Schweizer Hütte“ gibt es nur drei Uhrzeiten; Everest, Kazbegi, Matterhorn !!!
- Unser neues Zelt, ein „kleines“ Dreier-Zelt hat sich bewährt, gute Sitzhöhe, warm und sogar drinnen kochen ist   möglich, fast schon Luxus. Es ist mit 2.4kg vom Gewicht/Wärme her auch sehr gut.
- Die schweren Säcke könnte man auch mit den Pferden hochtragen lassen.Die Pferde laufen über den blanken     Gletscher !
- Über die Grenze in Russland gibt es keine Zollkontrolle. Hinten sahen wir ganz klein den "Doppel-Gipfel" des        Elbrus (wir hatten schon mal das Russia-Visum dafür)

 Zur Feier ging es nochmals ins Roots-Hotel zu einem feinen „Rooms-Burger“.

Georgien 11 (Svanetia): 

(Lentekhi, Zagaro-Pass,   )  

Zurück aus den Bergen in Stepantsminda, das Dorf und die Lage mit Ausblick gefällt uns von Mal zu Mal immer besser, fahren wir für eine Nacht nach Tbilisi. Es ist in Tbilisi für länger gerade zu heiss für uns, aber der Einkauf, die Wäsche waschen ist angenehm und natürlich wieder mal eine Nacht am Lisi-Lake oben, den wir perfekt zum Sunset-Spaziergang erreichen … dazu noch ein feines Eiscreme 😀
Danach fahren wir wieder mal die Strecke mit der Chinesen-Autobahn-Baustelle 😱🥴 über den Hügelzug nach Kutaisi und Tskaltubo. Auch dort ist es uns noch zu tropisch warm und schnell fahren wir wieder aus der Stadt raus. Verpassen leider erneut die ehemalige russische Hochburg der Thermen & Sanatorien und ihren „Lost Places“.
Ein kleiner Abstecher zum Green-Lake und Babushkino-Lake brachte auch nicht die erhoffte ruhige Stelle, aber nach Tsageri und Lentekhi begann die schöne Bergstrecke zum Zagaro-Pass Richtung Ushgulli. Wir verbrachten die Nacht am Fluss in Melo. Eine interessante Dorfstrasse wie so oft mit schönen Toren, Zäunen (bis zu Sandblech-Zäunen), das mussten wir mal fotografieren…siehe Bilder.

Heute fahren wir die berühmt-berüchtigte Strecke Lentekhi Richtung Ushgulli, machen aber schon Mittags Halt für die Nacht auf dem Zagaro-Pass (2623mM). Die Strecke war Ende Mai noch verschüttet und gesperrt, als wir in Mestia waren. Dieses Mal machen wir viele interessante Begegnungen.
Den Bauern aus Ushguli auf dem Heuhaufen lädt Conny zum Kaffee ein. Er spricht gut English, studierte in Tiflis und war letztes Jahr eine Woche in Österreich. Gemäht wird alles von Hand mit Sense … er braucht Hundert solche Heuhaufen für den Winter für seine Acht Kühe, einige Geissen und drei Schafe. Wegen den Wölfen hat er keine Schafe mehr.
Dann ein französisches Rentner-Paar (70-ig) mit VW-T3-Syncro (er noch im Pyjama 😀) … vielleicht treffen wir uns in 10 Jahren in Südamerika wieder !
Danach kreuzen wir Rühle-Tour, dh nur deren „Renault-Unimog“, sicher sind sie auf einer Bergtour. (Kletter-Bekanntschaft aus Armenien)
600hm unterhalb vom Pass steht ein französisches Paar mit Tandem-Rad und gerissener Kette. Ohne Ketten-Tool auf verlorenem Posten … ihr Glückstag heute - haben wir doch das passende Werkzeug und Material. Sogar das „Zentnerschwere“ Gepäck konnten sie uns bis zu Pass mitgeben, so konnten wir unsere Glückstage mit Hilfen auf unseren Reisen auch wieder einmal jemanden zurückgeben 😊
Danach am Pass gemütlich vor dem G-Mobil an der Sonne sitzend, knattert der rote Möbelwagen von Johannes daher (auch in Armenien gekreuzt) mit Anhang und Zusatz-Anhang (ein Mercedes-Kurzhauber mit Elektrolift für den Einstieg für Jakob der im Rollstuhl sitzt und alles selbst Fahrtauglich umgebaut hat 👌👍). Einfach verrückt wie der Möbelwagen hier hochgekommen ist, ohne Allrad ein 4m hohes Gefährt, Wohnhaus 😱🤔🤪 … wir fuhren teils im „Low-Gear“ !
Zum Abend-Spaziergang wandern wir noch 250hm auf einen Hügel mit herrlichem Ausblick auf den höchsten georgischen Berg Shkara (5193mM). Da kommen doch zwei verrückte Polen mit ihrem Offroad-Iveco und Nissan-Patrol und fahren auf den Gipfel zu uns 😀

Ushguli, bekannt durch seine swanetischen Wehrtürme (UNESCO-Welterbe seit 1996). Es liegt auf ca. 2150mM mit faszinierendem Blick auf den höchsten Berg in Georgien den Mt. Shkhara 5193mM und weitere vier 5000-er Gipfel. Shkhara ist einer der technisch und logistisch schwierigsten Berge des Caucasus (Grade High5 to 6 die leichteste Route, nichts mehr für uns ;-)
Ushguli hat eine interessante Geschichte und auch einen langen spannenden Wikipedia-Eintrag. Wir besuchten heute den preisgekrönten Film: Dede (2017). Da kam die ganze Thematik der Rechtssysteme, Erb-Rechte über Grund und Boden, Ältestenräte um Blutfehden zu verhindern, vor. Auch der Schwur auf die Ikonen wurde dargestellt, die harten Winter mit mangelhafter medizinischer Versorgung. Schöner, trauriger Film mit Naturbildern und den svanetischen Traditionen & Bräuchen verknüpft. Es gab schon 1930 einen Dokumentarfilm über Ushguli; „Salt von Svanetia“ (cut off from civilization by mountains and glaciers). Nach dem Kino genossen wir den Abend beim Bier, abseits der doch recht zahlreichen Touristen im Dorf. Wir stehen oberhalb des Dorfes mit herrlichem Blick in die vergletscherten gewaltigen Kaukasus-Gipfel !

Nach einem Bike&Hike gestern zum Skhara-Gletscher (es ist ein erstaunlich dicker Gletscherrand) sind wir heute morgen von Ushguli über den Ughviri-Pass nach Mestia gefahren. Die Strassse ist jetzt recht gut im Vergleich zu Anfangs Juni. Mestia in Svanetia … again 😍 … das in der Touristen-Hochsaison 🤔😊
Unterwegs geniessen wir die herrlichen Blicke in die Berge;
Mt. Skhara (5193m) der höchste Berg Georgiens
Tetnuldi (4858m) die Schneekönigin
Ushba (4710m) ​
Georgien’s Matterhorn

Wir geniessen die Sonnentage, die frischen Luft, die Berge in Svanetia by Bike & Hike & „Sein“.
Eine Bike-Runde ins Zhabeshi-Tal mit allgegenwärtigem Mt. Ushba (4710m)
Ein Hike im Ushba-Tal zum Ushba-Gletscher und
 

Georgien 12 (Svanetia-Tiflis): 

(Mestia, Heshkili, Zuruldi-SkiArea, Zagaro-Pass, Shaori, Chiatura, Tbilisi)  

„Sein“ am Mestiachala. Das „pure“ Leben, was gibt es schöneres nach ein wenig Sport in der strahlenden Sonne in einen kühlen Bergbach zu sitzen … 😎

Am nächsten Tag wollten wir dann mit dem Bike „nur“ eine kleine Runde nach Heshkili hoch machen. Wir hatten da im Frühsommer als erste Schweizer im Kaffee die Flagge gemalt auf einen Holz-Rugel.
Dieses Mal war es aber noch zu früh für Kaffee&Kuchen. Also fahren & stossen wir unser Bike weiter zur Endstation-Gondelbahn (Zuruldi Ski Lift). Die Piste runter war den einen dann zu steil, aber wir könnten ja die Krete abfahren zum Ughviri-Pass (im Juni waren wir schon mal, die Südseite, auf halber Höhe um den Zagaro-Range gefahren).
Der erste Teil der Krete war schön, breiter, angenehmer Höhenweg bis zum Gipfel des Mentashi (2472mM) mit den Antennen. Dort jedoch, wie auf der Karte, nur noch ein kurz gestrichelter Pfad … dh eine Kletterpartie fast senkrecht runter (Kaukasus-Wege😉) und das Bike irgendwie durch die Büsche - das war hart 🥴
Danach werden wir aber mit Single-Trails vom Feinsten belohnt. Immer den Tetnuldi (4858mM) im Blick bis zum Ughviri-Pass, einmalig 👌😎 Dort waren wir schon echt müde, aber zurück 
„nach Hause“ waren es ja nur noch 20km … zurück zum wohl-ersehnten Bad im Bach.
(Total: 46km/1492hm / Temperatur in Mestia auf 1500mM; 33 Grad) … und Conny „googelte“ heute morgen noch … keine Eiszeit in Sicht !)


Heute haben wir im Dorf „Speedy“ getroffen, Christina& Axel - schon in Griechenland einige Male gekreuzt … war kurz aber schön ! Danach reichte es nur noch bis an den wunderschönem Platz am Ughviri-Pass (1911mM). Wir haben den Platz vorgestern schon auf der Bike-Tour von oben gesehen … fast wie im Jura, nur darf man dort auch so in der Natur nächtigen ;-)
Am nächsten Tag wollen wir noch zum Tetnuldi-Skiparadies hoch … ein neuer Blickwinkel zum Ushba mit seinen drei Gipfeln.


Auf dem Weg Richtung Tbilisi fahre ich mit dem Bike to Ushguli … da nimmt man die Landschaft mit allen Sinnen war … den Staub auch 😀.
Wir fahren weiter über den Zagaro-Pass und hoch ins Dorf Lailashi ... 
das Instagram-Bild von dort ist schnell im Kasten 🤪; der „Secret-Pool“ von Lailashi in einem ursprünglich alten Dorf.
Danach geht es durch die tiefe Arche-Schlucht, an den Sairme-Pilars vorbei zum Shaori-Reservoir und abkühlen im See.
Nach zwei Nächten
 am schönen Shaori-Stausee fahren wir weiter Richtung Tbilisi zurück. Es wird in den Bergen kühleres Wetter, Wind&Regen angesagt.
Wir besuchen die „Holy Column“ in Katskhis. Ein Mönch wohnt seit 30 Jahren auf dem 40m hohen Felsen. Es hat Kletterwände in der Nähe, aber erst ab „Grade 6“.
Weiter fahren wir via Chiatura, wo wir die vielen Seilbahnen bestaunen. Chiatura/Tschiatura war vor dem Ersten Weltkrieg das größte Manganerzbergbauzentrum der Welt. Der Anteil am Weltaufkommen betrug fast 40 %. Ab 1879 waren fast alle Felder in der Hand deutscher Unternehmen. Wichtiges öffentliches Transportmittel in der Stadt waren die vom Bergbauunternehmen betriebenen Seilbahnen, die an verschiedenen Seilbahnhöfen zusammentrafen. Sie verbanden die an den steilen Hängen gelegenen Wohnquartiere mit dem Tal. Von den einst 26 Personenseilbahnen und über 50 Materialseilbahnen sind nur noch wenige in Betrieb. 1992 war in Tschiatura die Gas-, Wasser und Stromversorgung zusammengebrochen. Strom gibt es seit 2004 wieder. Das Gas- und Wasserleitungsnetz ist inzwischen völlig verrottet. Wasser fließt alle drei bis fünf Tage für etwa 30 Minuten.

Paradoxerweise finden wir dort einen schönen neuen Trinkwasserhahn und hoffen er passt.
Entlang der Südossetien-Grenze fahren wir nach Tbilisi, zurück zu 
Kommissionen.

Georgien 12 (Svanetia-Tiflis-Yerevan-Doha): 

(Tbilisi, Bagratashen (Armenien-Grenze), Hartavan, Yerevan, 3G-Camping, Doha)  

Zum zweiten Mal fahren wir von Georgien über die Grenze nach Armenien. Wir planen unseren G für einen Heimat-Urlaub einzustellen; der Camping 3G ist der perfekte gut organisierte Platz dazu, Sandra die freundliche hilfsbereite Holländerin hilft uns dabei sehr !
Wir stoppen am Ort Odzum, den wir schon kannten, danach in Jrambar, ein wilder Platz nach der feine Bäckerei in Aparan.
Es erinnert an "Into the Wild" (by John Krakauer). Ein schöner Platz und ein alter einsamer Mann wohnt auch hier am kleinen Fluss beim Kloster; es ist „Pancho“. Jeder kennt mich, den Schauspieler & Comedien Pancho, sagt er. Er baut eine kleine Hütte, seine Vorfahren haben schon hier gewohnt. Er schenkt uns eine Knoblauch, gegen drei Löffel Kaffee. Als wir wieder Internet haben, prüfen wir es. Tatsächlich stimmt seine mysteriöse Geschichte … (YouTube) - er darf zur Zeit nicht mehr ausreisen.
Weiter fahren wir via Ohanavan-Canyon an den Fuss des Mt. Hatis. Endlich wieder mal Gleitschirm fliegen 😊

Auch ein wunderbarer Platz, den wir dank Michael Gebert, der mit "Fly with Andy" dort mit einer Gruppe landete, fanden.
Wir bleiben drei Nächte, fliegen, biken, reparieren unser Seitenfenster, das bei starkem Regen tropfte und eine neue Ladung Dekaseal brauchte. Täglich besucht uns der Bauer mit seinen Kühen. Wir schlafen mitten in Obstbäumen ... herrlich.

Wir sind planten nur kurz eine Woche in Armenien um danach den Heimat-Urlaub mit einem Umweg über Qatar, der hat sich sehr gelohnt, zu beginnen. Ein eindrücklicher Ort, vor der Fussball-WM. Wir gönnen uns das Hilton direkt am Meer, in einem Monat sind die Preise 5mal so hoch, dank FIFA-Blatter's WM ;-))

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