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2023: Bikefahrt Australien
Anker 1
Australia: (29.Aug. 2023 bis 31.Okt.2023)
Brisbane-Melburne-Tasmanien (2950km/31'000hm) ... and Fiji-Island-Relaxing
We were amazed, surprised and delighted by the Australian west coast (my 100. Country or territory, see Map Been).
What was intended as a training-workout to the NewZealandTour, we finally cycled the whole thing. The route from Brisbane to Melbourne, including the GreatOceanRoad and as a bonus, the west coast in Tasmania's spring.
A tremendous experience for us, including the relaxing week in Fiji-Island.

Part 1: Brisbane to Sydney
(16 Tage am Stück auf Rad 🚲
15 Nächte im Zelt ohne Regen 🏕️
1070km /7200hm … flach der Küste entlang 🤪 )
Endlich geht es wieder los 😍
Wir freuen uns auf den fünften Kontinent, das erste Mal „Down under“. Wir fahren ohne unseren vertrauten geliebten G, unsere Mercedes los, die für einige Monate in einer Scheune ausruhen darf. Sicher werden wir unser Bett, Küche, vertrautes Heim auf Rädern sehr vermissen … aber wir erlebten schon früher mit dem Rad immer die intensivsten Reisen - so freuten wir uns sehr und hoffen nach der Rückkehr stehen uns neue Abenteuer, Länder&Berge mit unserem EX328-pedition-Vehikel offen.
Nach dem Umsteigen in Narita-Tokyo, abends erst der Weiterflug zur Goldcoast, Australien. (100km südlich Brisbane).
Wunderbar träumen wir im „Dreamliner“ und nach knapp 40Std Reise erreichen wir die goldige Küste zum goldigen Sonnenaufgang in Coolangatta-Goldcoast. Räder im Flughafen auspacken und direkt in unser erstes Tiny-House.
Kirra Beach, der Heimatort der Surfer mit der Weltklasse-Welle, der berühmten „Superbank“, eine der längsten „right-handers“ der Welt. Kirra liegt in Coolangatta, wo der Anker des Schiff-Wrack‘s Coolangatta 1846 gefunden wurde.
Heute erster richtiger Radtag: Wir fahren via Hinterland nach Murwillumbah. Steile Strassen, auf und ab durch fein duftende Eukalyptus-, Bambus-, & Regenwald-Gebiete … Frühling bei angenehmen 25Grad,
Heute fahren wir auf der alten touristischen Zugstrecke „Northern Rivers Rail Trail“. Es ist ein wunderbares Tal und den Aborigines gewidmet: The Goodjinburra, Tul-gi-gin and Moorung-moobah clans of the Bundjalung Nation. Es gibt einige schmale Tunnel aus dem Jahre 1894 … gerne würden wir uns kurz in diese Zeit zurück-beamen. Danach fahren wir noch weiter zurück an die Küste nach Byron Bay.
Byron Bay Lighthouse ist der östlichste Punkt des Festland Australien‘s und ein hübsches cooles Surfer🏄Städtchen. Delphine spielen mit den Surfern in den Wellen … what a wonderful cool world !! Auch die Buckelwale (Humpback-Whales) sehen wir, sie ziehen gegen Süden - wie wir.
Frühstück, Regenfahrt, Fährenfahrt, in einem der ältesten Einkaufsladen Australiens in Maclean „z Mittag“ gekauft (heute ein Spar 🤪). Danach dem breiten Fluss Clarence entlang nach Gravton. Viele Rinderfarmen, Zuckerrohr-Felder und Macadamia-Pflanzungen. Jedes Städtchen hat 2-3 Campground, meist beim Rugby-Feld 🏉. Australien ein Volk von Campern. Die Offroad-Trailer sind sehr im Trend und täglich kreuzen wir Dutzende coole Landcruiser HZJ. Wir haben eine Scheune für unser Zelt.
Was ein ruhiger Tag werden sollte, wurde anstrengend mit „Single Trail“, unfahrbarer Sandpiste, durch Regenwald stossen und am Schluss am Strand entlang …. die Karte Mapy.cz war uns trotzdem immer eine gute Hilfe 👌
Heute auch den zweiten Magpie-Angriff überlebt, nach einem Kratzer an der Backe, dieses Mal am Ohr. Magpie‘s, ein Kräherstar mit 50cm Spannweite, greifen in der Brutzeit meist Fahrradfahrer, im Sturzflug von hinten, an. Ich war ganz schön erschrocken. Sie können bis zu 5 Jahren ein Gesicht wieder erkennen.
Heute wieder um 7Uhr30 los und auf staubiger „Gravel Road“ unterwegs. Eine kleine Fähre bringt uns ins wunderschöne Städtchen Port Macquarie. Auf der Ocean Road weiter bis Laurieton, wo wir vor dem Einkaufszentrum dunkle Wolken abwarten. Sie bringen starken windigen Hagelsturm.
Wir machen Bekanntschaft mit interessanten Mann, er reiste schon sehr viel mit Rad und Gepäck durch die Welt. Heute 70-ig jährig gibt er uns gute Tips für die Strecke bis Sydney.
Schöne Abendstimmung in der Campground-Küche am Fluss. Doch plötzlich wieder starke Sturmwinde aus dem „Nichts“ (80km/h ?) … der Mann hatte recht. Unser Zelt ist zum Glück sehr stabil 👌
Noch mehr „Gravel Road“, Welchblechpisten bis unsere Milch in der Satteltasche zu Butter wird. Fahrt durch den schönen Crowdy Bay Ntl. Park, durch Wälder der Küste entlang. Das kräftige Tief über Melbourne brachte arktische kalte Luft zu uns, tagsüber nur noch 20 Grad, an der Sonne aber ideales Radwetter.
Nach kalter Nacht & Morgen (8 Grad) wegen der „arktischen Bise“, radeln wir nach Forster (sehr schön) und weiter zum Bootti Booti Ntl. Park (Butibuti) mit der „7-Miles Beach“. Ein schönes Plätzchen für unser Zelt.
Myall Lakes Ntl. Park, die grossen Seen. Wieder ein überraschend schöner Abschnitt. Anstatt die normale Route, via Bulahdelah haben wir die abenteuerliche Variante versucht; niemand von den Einheimischen konnte uns über die Strecke richtig Auskunft geben. Es hatte sich aber ausbezahlt, 30km wunderschön, einsame Natur und problemlos, jedoch nur für Fahrrad offen. Wieder ein 70km-Tag mit Gepäck und Zusatzwasser. Wilde Tiere wie ein Rudel Dingos (wilde Hunde), Schlangen, Spinnen haben sich alle vor uns versteckt.
Heute starten wir den Tag mit der Überfahrt von Hawks Nest nach Nelson Bay. Das historische Boot mit unseren Rädern auf dem Dach verzurrt, gab einen tollen Einblick in das Myall-Fluss-System. In der AnnaBay sehen wir die Koala-Station und den aboriginal Biruni-Point mit der eindrücklichen Sanddüne. Biruni bedeutet „Kreuz des Südens“ für die Worini-Aboriginal. Ein bedeutender Ort um die signifikante Sternenkonstellation des südlichen Sternenhimmels zu sehen.
Fähre Stockton-Newcastle, dann auf dem schönen Radweg von Newcastle nach Bellmont. Wieder auf einer alten Zugstrecke. Wir treffen auf die „Red-bellied Black Snake“ (die schwarze Schlange mit dem roten Bauch). Sie ist eine wenig aggressive Schlange, doch auch giftig. The Entrance-Stadt ist der sehr schmale, kleine Eingang zu dem grossen Dreifach-See dahinter- erstaunlich !
Our Campsite at Bouddi Ntl. Park, just in front of Killcare-Height-Villas, wunderwunderschön! Die Hügel über Killcare-Heights waren brutal steil 🥴 … die haben hier kein Schnee&Eis - dafür ist es wieder wunderbar warm und es ist erst Frühling hier 🤔
Yess- wir sind in Sydney 😎. Drei kleine Fähren nehmen wir heute. Via PalmBeach fahren wir nach Manli (700hm, Höhenmeter) … dort mit der Fähre, die eindrücklichste Art&Weise ins Zentrum von Sydney einzufahren !!
Die ersten Entdecker meinten; DIE Bucht die tausend Schiffe sicher verstecken kann. Die Brücke ist die längste eiserne Bogenbrücke der Welt, in 9 Jahren von 1923 an gebaut. In dem hübschen, sehr freundlichen BluePoint-Hotel nehmen wir uns ein Zimmer mit Terrasse. Feines indisches Essen Abends krönt unseren Tag.

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Part 2: Sydney to Mt. Kosciuszko 2228 mM
(11 Tage: 636km /8720hm +400hm)
Da am Weekend der Sydney-Marathon stattfindet, mit Rekordteilnehmerzahl (17’000), die Unterkünfte gefüllt sind, die Brücke gesperrt ist, fahren wir weiter.
Die ersten 40km mit dem Zug aus der Stadt. Das Zugfahren mit Rad ist hier wirklich einfach. Visa-Karte am Einstieg und Ausstieg scannen und fertig. Keine Fahrradgebühr, kein verpacken, niemand stört sich und man ist zuvorkommend trotz unserer Taschen am Heck.
Im/in Engadine steigen wir aus dem Zug, besorgen Essen und fahren durch den dichten Wald des Royal Ntl. Parks zum Bald Hill über Stanwell Park wo wir nächtigen. Bald Hill und Stanley Park ein historischer Ort der Drachen- und Leichtfliegerei: Lawrerence Hargrave war ein Pionier und entwickelte schon 1894 Flugmodelle. John Dickenson, Bill und Steve Moyes waren Pioniere der Delta-Fliegerei (Moyes Lightspeed). Leider war starker Nord-Westwind … kein Flugtag.
Wir nützen das schöne Wetter und den Wind und fahren die wunderschöne Küstenstraße „Lawrence Hargrave Drive“ nach Kiama. Der erste Teil verdient wirklich das Wort „amazing“.
1796 geriet die „Sydney Cove“ dort in Seenot. Man ging mit einem Longboat an Land und fand Kohle, deshalb der schöne Ort Coledale und die Eisenbahnlinie mit vielen Tunnels, wo bis 1992 Kohle abtransportiert wurde.
Wir radeln nun schon 21 Tage am Stück und sind in Batemans Bay angekommen - es gefällt uns immer noch, wir haben unsere Routine, Leben mit dem Sonnengang, es ist gemütlich, lassen die verschiedenen Küstenabschnitte mit endlosen Stränden an uns vorbei ziehen, wir haben unsere tägliche Bewegung.
In Batemans Bay geniessen wir Ruhetage. Das Wetter wird wechseln, nach den heissen „El Niño-Tagen“ kühlt es 15 Grad ab, einige Tropfen sind gefallen. Die letzten Tage sind wir nur von 07-11Uhr gefahren. Nun geniessen wir ein „Tiny-House“ und das Bad im Meer, das immer noch erfrischend kühl ist.
Das Reisen mit dem Rad befriedigt immer wieder … manchmal auch hart, aber eine wirklich sehr intensive Art das Land&Leute zu erfahren&erkunden. Man nimmt das Land mit allen Sinnen war, riecht die überfahrenen Kängurus an der Strasse 10km gegen den Wind … sieht abgelegene Höfe und Häuser, die man sonst nie wahrnehmen würde. Mit dem Camper haben wir oft nur unter Campern Kontakt, dafür andere gute Seiten - die Ski‘s für Thredbo wären dabei.
BatemansBay-Narooma-Bermagui; Im kleinen Ort Bodalla (gegründet 1860) kaufen wir feinen Cheddar-Cheese und natürlich ein Eis 🍦
Narooma, traumhaft gelegen, mit den Vororten Dalmeny&Kianga die genial auf Klippen mit Meersicht liegen 😍. Es heisst viele Camper waren hier UND sind geblieben, bauten ihr Traum-Haus. In Narooma übernachten wir wieder herrlich an einem Strand-Park.
Bermagui ebenfalls ein schöner kleiner Ort mit wunderschönem Meerbad. Im Jahre 1937 wird aus dem „Blue Hole“ ein „Blue Pool“ gemacht mit 50m-Becken. Auf dem Campground treffen wir Rolf&Ann, die neben uns das Zelt aufstellten. Ein Schweizer (schon 40 Jahre in Australien) der in Cooma einen Skishop betreibt und uns mit Info‘s versorgt für unseren bevorstehenden Abstecher in die Berge.
Bermagui-Thatra-Bega: Noch ein letztes Mal der Küste entlang, ein auf und ab, bevor wir Richtung Berge abzweigen. Wir übernachten oberhalb Bega mit wunderbaren Blick über das Tal und die Gross-Käserei in Bega. Morgens erwachen wir über dem Nebelmeer, Zelt&Schlafsäcke sind aber trotzdem schön nass.
Es geht über den „Snowy Mountain‘s Highway“ und über den „Brown-Pass“, vor dessen Steilheit wir überall gewarnt werden. Wir planten in Bemboka noch Einkäufe, der Laden auf der Karte war jedoch verlassen und leer. In der einzigen Bäckerei&Kaffe im ausgestorbenen Dorf bekamen wir das Nötigste und sie füllte unsere Wasserflaschen mit Trinkwasser auf für den „Brown“ (den Brown-Pass).
Mittags verschwitzt angekommen entscheiden wir weiter zu fahren, nochmals über Hügel nach Nimmitabel, wo wir gerade vor den ersten Regentropfen ankommen. Wir können in der Campküche unser Zelt im Trockenen aufstellen, welch ein Glück. Wieder ein langer Tag und die Höhenmeter mit Gepäck die auf dem Zähler stehen, können wir kaum glauben. (75km/1896hm)
Der Morgen in Nimmitabel begrüsst uns mit Sonnenschein, doch bald nach der Abfahrt zieht frischer Nebel ins Hochtal. So fahren wir in Daunenjacke und Handschuhen bis Dalgety über die Hochebene auf 1000Meter Höhe. Die Strasse heisst auch „The Snowy River Way“ und war teils „Gravel“, dafür kein Verkehr. Im verschlafenen Dalgety gibt es feinen Kaffee und ein Sandwich, aber kein Benzin für mein Bike 😀 (Foto). Da wir nach 50km nicht im verschlafenen Dorf bleiben wollen, müssen wir für die wohlverdienten Ruhetage weitere sehr steile 1000 Höhenmeter bis Jindabyne in Angriff nehmen.
Heute ohne Fahrrad unterwegs; wir besteigen (wandern) auf den höchsten Berg Australien UND einen „Seven Summit“, den Mt. Kosciuszko 2228 mM.
Mit unseren neuen Freunden Anna&Rolf (USA/CH) Rolf ist vor 40Jahren nach AUS ausgewandert, besitzt in Cooma das grösste Skigeschäft Australiens, oder der südlichen Hemisphäre. Wir haben einen super schönen Tag. Sie holen uns ab, bringen Schneeschuhen mit und von Thredbo aus, dem Skigebiet besteigen wir den Berg. Wir lernen viel Neues & Interessantes über das Land und diese Gegend kennen.
Vielen vielen Dank für den tollen Tag !!!!
Seven Summits: (aus Wikipedia) Die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente werden inoffiziell als die Seven Summits (Sieben Gipfel) bezeichnet. Je nach Auffassung der Grenzen Europas und Australiens zum asiatischen Kontinent erfüllen unterschiedliche Berge diese Definition, so dass mindestens neun Gipfel in Frage kommen. Alle Seven Summits zu besteigen gilt als besondere Herausforderung des Bergsteigens.
Als Erster vollendete der US-Amerikaner Dick Bass diese Serie, dabei zählte er den Mount Kosciuszko als höchsten Berg des australischen Festlands zur Liste (Bass-Liste). Reinhold Messner vertrat eine alternative Auflistung, gemäß einer weit verbreiteten geografischen Auffassung über die Ausdehnung des australischen Kontinents zählte er den Puncak Jaya auf der Insel Neuguinea zu den Seven Summits (Messner-Liste).

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Part 3: Mt. Kosciuszko to Melburne via BarryWay
(3 Tage: 210km /3630hm)
Wir fahren von Jindabyne weiter, nehmen den „Barry Way“, 210km südwärts nach Nowa Nowa, wovon etwa 150km Gravel/Kiesstrasse sind.
Durch den Kosciuszko-Ntl. Park geht es über mehrere Pässe und Gap‘s, viele Steigungen und sehr abgelegen, für Fahrrad-Fahrer „very very remote“ … ein echtes Abenteuer und sehr faszinierend diese unbewohnte Weite entlang dem „kanadischen“ Fluss „Snowy River“.
Das Wasser des „SnowyRiver“ war erfrischend und schön um unseren Staub bei einem Bad weg zu spülen, leider nicht so perfekt zum trinken. Da jedoch die kleinen Seitenbäche schon im Frühling ausgetrocknet sind nützen wir unsere Wasser-Tabletten, köcheln unser Abendessen und Tee … der nächste Tag mit vielen Höhenmetern wäre aber durstig geworden, hätten wir nicht drei Motocrosser, die uns jedem ein Liter Wasser schenken, getroffen. Welch ein Glücksgefühl und Luxus so reines frisches Wasser. Wir übernachten an der Grenze NewSouthWales/Victoria am Will‘s Camp. Alleine im „Bush“, nur ein grosses Känguru 🦘 hüpft im Vollmondlicht in der Nähe vorbei.
Der zweite Tag durch den „Bush“ führt uns über die Grenze nach Victoria, durch den Alpine Ntl. Park, an einer ehemaligen sehr abgelegenen Schule Suggan Buggan vorbei und steile Naturstrassen hoch zurück auf 1100mM nach Wulgulmerang, wo wir übernachten. Unglaubliche Weiten, Hochebenen, später die vielen Wasserlöcher, genannt „Billabongs“. Für den dritten Tag meldet der Wetterbericht starken Wind (Böen bis 80km/h) und links&rechts von uns Waldbrände, jedoch genug weit weg von uns. Doch als wir uns halbwegs der Zivilisation in Buchan nähern riechen wir schon ersten Rauch von Osten mit Westwind 🤔 … wir radeln über die nächste Kuppe und plötzlich ist es 5 Grad kühler und der Wind anstatt von hinten rechts von vorne links - Gegenwind 🥴 Feuerwehr-Fahrzeuge brausen vorbei, aber kein Problem auf unserer Strecke. Schon eindrücklich, wie der starke Wind so schnell um 180Grad drehen kann. Das angesagte Wetter mit dem Wind stimmte. Wir kommen nach drei Tagen „geschlaucht“, aber zufrieden in Nowa Nowa an.
Der EGRT (East Gippsland Rail Trail), wieder eine dieser ehemaligen Zugstrecken die zu Radwegen umgebaut wurden, genial! Durch Wälder, mit Känguru‘s und Vögeln, kein Verkehr 👌 Die „Stony Creek Trestle Bridge“ ist aus dem Jahre 1916 und hat bis zu einem Bushfire im 1980 gehalten. Nun sind auch wir von den Elementen betroffen; anstatt die langersehnten angesagten Regentage (also nicht für uns Radfahrer), 300km östlich von Melbourne abzuwarten, planen wir 300km westlich von Melbourne zu fahren, mit dem Zug nach Warrnambool. Dort beginnt/endet die „Great Ocean Road“ Wir möchten auf der Küstenstrasse von dort mit dem Rad zurück nach Melbourne fahren.
Wir haben morgens um 5Uhr das Zelt bei aussergewöhnlich warmen starken Wind gepackt und sehen im Dunkeln das rote Licht am Himmel … am Bahnhof dann der Bericht: Der Zug fährt wegen Bush-Fire nicht. Auch die Autobahn und jegliche Verbindungen nach Melbourne sind gesperrt … bis mind. morgen. Wir gehen zurück zum Camping und mieten ein Bungalow, geniessen einen austr. Rosé-Wein, lagern endlich die Beine hoch - die Waldbrände sind nicht unter Kontrolle und der starke angesagte Regen lässt auch noch die Flutwarnung aufblinken. Gut sind wir nicht mehr im Bush.
PS: perfektes Emergency-App in Victoria.
PSS: das Zugsticket für 550km kostet CHF 5.- 😳 (also nicht nur für die Radreservierung wie in der Schweiz)

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Part 4: Melburne to "The Great Ocean Road"
(5Tg: 315km / 3600hm)
Von Bairnsdale „flüchten“ wir vor den Regenfluten, die den Waldbrand gelöscht haben via Melbourne und steigen 200km westlich von Melbourne in Camperdown wieder aus dem Zug.
Zufällig in diesem hübschen Dorf gelandet mit Sugarloaf-Hill (Zuckerhut) & Mt. Leura (vulkanische Krater&Hügel) geniessen wir nochmals zwei ruhige Tage in einem Cabin auf dem Lakes&Crater Campingplatz. Das Post-Gebäude aus blauem Granit (1863) und viele andere Gebäude aus dem 19. Jahrhundert gefallen uns sehr. Der Glockenturm ist 31m hoch. Vieh- und Schafzucht waren der Ursprung der ersten Siedler, die Aborigines wurden leider vertrieben. Hier beginnt der „Crater to Coast Rail Trail“, auf der ehemaligen Timboon-Zugstrecke an die Küste nach Port Campbell. Alles Naturstrassen, wilder Railtrail durch Dschungel oder Regenwald mit Aprilwetter (Downunder Oktoberwetter).
Ein weiterer Höhepunkt unserer Radreise in Australien:
The Great Ocean Road (5Tg/315km/3600hm) … eine der schönsten Strassen der Welt. Es gibt viele Ozeanstrassen, aber nur eine wird „Grosse“ genannt ;-)
Wir sind nun schon 2300km mit dem Rad in Australien unterwegs und sind erneut überrascht von den gewaltigen Naturlandschaften, diesmal an der Südküste in Victoria. Von den Zwölf-Aposteln, dem Razorback-Cliff, den Koalas im Otway Ntl. Park, die Nachts neben dem Zelt grunzten, abgebrannten Wäldern, den Super Glas-Villen ab Apollobay, den Surfstränden in Torquay (Australiens Surfer-Hauptstadt) … einfach überwältigend. PS: Verkehrsschild; Weiskopf-Seeadler, Puma, Dinosaurier-TRex, Säbelzahntiger haben wir nicht gesehen, nur Nachts im Zelt gehört 🤪)
PSS: Übernachtungen in Port Campbell, Johanna-Beach (Ntl. Park), Bimbi-Park (Otway Ntl. Park), Lorne, Geelong

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Part 5: Tasmanien Westcoast
(12Tg: 650km / 7550hm +600hm hike)
Wir nehmen die Nacht-Fähre nach Tasmanien. (Geelong nach Devonport) Eine eindrückliche Fahrt aus dem Port Phililip, südlich von Melbourne, raus in die Bass Straight.
Erster Rad-Tag in Tasmania. (have you ever cycled with 75km/h wind-gusts ? / Windböen) Teils auf dem Tasmania-Trail radeln wir in starkem Wind und am Schluss noch mit Glück vor einer Sandwalze durch die Landschaft. Wir bleiben auch mit Glück und “Wetter-App“, trotz einigen Schauern, trocken. Von Devonport nach Deloraine; sechzig windige Kilometer reichen uns vorerst … auch hier, wie in Australien, täuschen die Distanzen. Der Tasmania-Trail führt uns auch auf einen Weg mit Tafel: „Nur für Autorisierte“ 🤔, am Schluss müssen wir unser Bike abladen und über hohen Zaun hieven, klettern. Es ist ein frisch abgeernteter Wald. Wir kommen uns wie im Film von Bruno Manser vor. (Borneo Regenwald) Das Hamburger Abendblatt schreibt schon im Jahre 1999: (Greenpeace-Artikel) Auf nicht einmal 0,2 Prozent der weltweiten Landfläche wachsen noch unberührte gemäßigte Regenwälder. Etwa die Hälfte von ihnen befindet sich an der nordamerikanischen Küste zwischen Kalifornien und Nordkanada. Kleinere Überreste stehen in Chile, auf der australischen Insel Tasmanien und in Neuseeland. Die Holzindustrie hat jedoch eine sehr gute Lobby, auch hier in Tasmanien. Und es soll ja auch keinen Einfluss auf unsere Umwelt haben
Grindelwald, ein bisschen Heimat schnuppern, hat zwar nicht‘s mit Grindelwald zu tun, aber das Chalet/Cabin war sehr schön. Und das heisse Jacuzzi nach dem morgendlichen Kaltstart aus dem Zelt raus bei fast 0 Grad tat super gut
Grindelwald, ein bisschen Heimat schnuppern, hat zwar nicht‘s mit Grindelwald zu tun, aber das Chalet/Cabin war sehr schön. Und das heisse Jacuzzi nach dem morgendlichen Kaltstart aus dem Zelt raus bei fast 0 Grad tat super gut
Wir radeln in drei Tagen bei herrlichem Frühlingswetter von Grindelwald nach St. Helens an der „Bay of Fire“. Myrtle Park bei Targa; Conny sah einen Platypus im kleinen Fluss beim Zelt !! (ca. 40cm lang). Ein biberähnliches Schnabeltier, ein eierlegendes Säugetier, eher selten zu sehen. Da die Augen&Ohren unter Wasser geschlossen sind, können sie die Muskelbewegung der Beutetiere (kleine Kraben, Würmer) mit einem Elektrosensor auf dem Schnabel spüren 😳. Derby; es sei DER Mtn. Bike Park in AUS, auch der Bay of Fire-Trail liegt dort. Es waren teils sehr harte Steigungen 🥴, aber das Wetter spielte wieder mit dem „Blauen Himmel“ mit … heute Abend sind wir aber k.O.
Bay of Fire …. sehr gewaltig diese Farben !!! Die Bucht wurde so benannt 1773 durch Tobias Furneaux, den Kapitän des Segelschiffes HMS Adventure, der beim Vorbeisegeln die Feuer der tasmanischen Ureinwohner an den Stränden sah. Die Bay of Fires, die auch für blaues Wasser und weiße Strände bekannt ist, zeichnet sich insbesondere durch Steinblöcke aus orangefarbenen Granit aus. Die Farbe wird von einer Flechte erzeugt.
Tasmania Wetter; heftiges Gewitter heute Nacht, doch das Zelt am Morgen trocken zusammengelegt. Unterwegs wieder einige Stunden durch den Sprüh-Niesel-Regen gefahren und im gemütlichen Dorf „Bicheno“ wieder ein schöner Frühlingsabend am Meer. (heute an der Ostküste 2 Dörfer auf 80km, schon sehr spärlich besiedelt) Die ersten Siedler in Bicheno im Jahre 1858 mussten alles per Schiff hierhin bringen. Den feinen Bush-Honey (Waldhonig) gab es mit griech. Joghurt zum Dessert für uns. Beim Steine verschieben fast von der grossen Welle erwischt 😉
Heute von Coles Bay im Freycinet Ntl. Park zur Wineglass-Bay gewandert und via Isthmus-Track, Hazard-Bay zurück. Wineglass-Bay, die bekannteste Bucht, perfekt gerundet, wie ein Wein-Glas ? Oder weil die Walfänger einst mit dem abschlachten der Wale die Bucht gerötet haben ?
Windige Sturmtage im Freycinet-Ntl. Park, aber sehr schöner Ort und Umgebung.
Von Freycinet Ntl. Park in drei Tagen (Swansea-, Buckland-Nächte) Überland auf abgelegenen Strassen, um dem Verkehr auszuweichen, nach Hobart. Die Spikes-Brücke wurde von den Gefangenen im Jahre 1843 erbaut. Die spitzigen Steine waren als Schutz der Kühe gesetzt, oder war es ein Jux der Gefangenen um die Aufseher zu ärgern 😉🤔 Schöne freie Camper-Wiese hinter dem Buckland-Pub. Es war interessant beim Nachtessen die Einheimischen an den Theken zu beobachten … ursprüngliches, soziales Landleben. Auf dem letzten Gravel-Stück noch ein Kurzschnabel-Igel mit langem Schnabel gesehen. Die Tasman-Brücke nach Hobart mit engem Radweg, speziell mit turbulentem Wind … aber unser Ziel in Reichweite
MONA Museum of New and Old Art Das verrückte Museum des David Walsh The White Library; alles weisse unbeschriebene Bücher Metall-Sattelschlepper; aus den typischen australischen Hausverzierungen Video: Wassertropfen die Wörter ausspucken; aus Dutzenden Düsen werden Tropfen rausgepustet um Wörter zu schreiben
Nach erlebnisreichen Tagen endet hier in Hobart der erste Teil unserer Radfahrt:
3000km und über 30’000hm 47 Radtage in über 60-ig Tagen
10ml Kettenöl, kein Plattfuss und nie die Räder nachgepumpt !! (Schwalbe Reifen: MarathonEvolution 👌🤞🤪)
Wir sind von Brisbane, Sydney, über den Mt. Kosciuszko nach Melbourne (Great Ocean Road) gefahren und in Tasmanien von Devenport nach Hobart (Tasmania East Coast-Route).
Wegen dem Wetter haben wir die Craddle Mountains ausgelassen, aber wir behalten Australien/Tasmanien in unerwartet schönen Erinnerungen. Jetzt machen wir einige Tage Ferien auf der Insel.

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Part 5: Fiji-Island
(9Tg: 10km / 1 hm :-)
Mein 101. bereistes Land. NAN Nadi (Fiji-Airport) im Mango Bay Resort.
Wir lassen die Beine und das Rad hängen, was für eine erholsame Zeit in Namatakula (Fiji) 😊😎

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