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2020: Reise-Journal

Anker 1

Oct. - Dec. 2020:  Italia-Sicilia (Vortour 74Tg / 6964km)
 

Our pre-tour took us to Italy and Sicily. Unfortunately, Corona also determined our route, instead of the Balkans and Greece, we were drawn to the always fascinating, cozy, historical, romantic, lively, lively, likeable Italia. 

Our favorite destinations were; South Tyrol, Bassano del Grappa, Castelluccio, Abruzzo with Gran Sasso, and Norma.

As new favorites we got to know Praia a Mare, PizzoCarbonara (Parco Madonie), Scopello (Parco Zingara), SanVitoLoCapo, Giallonardo, Letojanni, Parco Portofino.

We learned to really appreciate Sicilia, the country & the nice people, nature & activities, it was a very nice time.

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Unsere Vor-Tour führte uns nach Italien und Sicilia. Corona bestimmte leider unsere Route mit, anstatt Balkan und Greek zog es uns ins immer wieder faszinierende, gemütliche, geschichts-trächtige, romantische, lebendige, leben-lassende, sympathische Italia. 
Unsere Favoriten-Ziele waren; Südtirol, Bassano del Grappa, Castelluccio, Abruzzen mit Gran Sasso, und Norma.
Als neue Favoriten lernten wir kennen; Praia a Mare, PizzoCarbonara (Parco Madonie), Scopello (Parco Zingara), SanVitoLoCapo, Giallonardo, Letojanni, Parco Portofino.
Wir lernten Sicilia richtig schätzen, Land & nette Leute, Natur & Aktivitäten, es war eine sehr schön Zeit.

Italia-Sicilia.png

Wo39: 21.September - 27. September 2020  (km 38'780)  

( Amden - Samedan - Lago d'Iseo - Bergamo - Passo Manivia )  

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Uniform abgegeben, Hut an den Haken gehängt und "Retiree-Badge" gefasst ... es geht los auf eine "kleine Runde" Richtung Italien, vielleicht bis nach Sizilien. Die Balkan-Route wäre eine Option, dazu ist Griechenland noch im Hinterkopf. (Corona plant mit)

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Erster Stop nach dem Flughafen Zürich & Rümlang (Mama von mir besucht), ist Amden. Die Sonnenterasse wird per Bike-Fahrt erkundet, die Nacht oberhalb Amden in Arvenbühl auf dem Pop-Up-Stellplatz verbracht.

Morgens geht es auf den Leistkamm. Im teils mit stimmigen Wolken verhangenen Gipfelkreuz geniessen wir die frische Luft. Auch gab es unseren Muskeln ein wenig Bewegung, bevor es weiter Richtung Engadin geht. 

Dank Engadiner-Willkommens-Camperverbot kommen wir zu einer schönen, luxuriösen Nacht im Lärchenwald von Samedan.

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Weiter geht es auf der Flucht vor dem angesagten Kälteeinbruch via Livigno, Bormio nach Lovero am Lago d'Iseo. 

Per Bike umfahren wir am anderen Tag mit strahlend blauen Himmel den Lago d'Iseo und weiter per G-Mobil nach Stezzano bei Bergamo. 

Bergamo mit dem wunderschönen Piazzo Vecchia und vielen Leuten in Masken ... eine gebeutelte Stadt, aber wunderschön per Bike zu entdecken.

(mk)

Wo40: 28.September - 04. Oktober 2020  (km 39'200)  

( Passo Manivia - Lago Idro, Anfo - Anfo - Bassano del Grappa - Pallazuolo sul Senio - Florenz - Siena )

 

Kleiner Morgen-Hike auf den Dossa-Alto. Das Gipfelkreuz vom Parkplatz zieht uns an, der Wegweiser sagt, "Unico Esperto", (nur für Experten), nun d.h. kleine Kraxlerei im oberen Teil (FreeSolo im 2. Grad :-))

Nachdem wir uns vom Schweizer Paar mit Bimobil EX365 mit SZ-Nummer verabschiedet haben, (seit einer Woche stolze Bimobil-Besitzer von Tartaruga, 1 1/2 Jahre Wartezeit), geht es weiter bergab den schmalen Pass runter an den Lago Idro. Ein schöner Stellplatz der Gemeinde bei der Pizzeria lädt uns zum verweilen ein.

 

Heute nochmals mit Bike bergauf. 1500hm und fast 50km im Sattel zeigt unser Zähler abends. Es war eine wunderschöne Fahrt nochmals zum Pass Manivia und zurück, jedoch von der Rückseite. Unsere Schwalbe Hurricane-Reifen einfach perfekt für die Strasse mit Gravel-Partien. 

Eindrückliche Festungsbauten des ersten Weltkrieges in der ganzen Gegend.

 

Nach schöner Fahrt südlich des Parco Adamello Brenta durch Trento, Levico Terme (Löweneck) erreichen wir Bassano del Grappa, wo am Landeplatz per Zufall Iris und Hans ihre Schirme packen, die Welt ist klein. 

Ein kleiner Flug (1h20) gibt es noch, obwohl die Berge sehr verhangen sind und die Basis tief. Im Flachland "sightseeeing" über die Villen mit Pools auf den Hügeln, dann wieder ein Thermikschlauch über einer Kirche oder Türmchen auf den Hügeln, genialer Adlerblick von oben, mein neuer GinExplorer gewöhnt sich langsam an seinen Explorer.

 

Heute bewölkt, die Fahrt geht weiter durch die Po-Ebene (wir umfahren Padova-Ferrara-Bologna-Imola) nach Palazzuola Sul Senio. Morgens wollen wir einige Pässe fahren.

 

Freitag, es ist immer noch trocken und windet stark. Wir fahren mit dem Rad über die vier Pässe :

Passo Sambuca-Prato all Albero-Passo Colla della Casaglia-Passo Carnevale (47km / 1160hm)

Wunderschöne Gegend ohne Verkehr. Danach fahren wir mit dem G-Mobil nach Florenz. Regen ist angesagt.

Stadtrundfahrt per Bike. Eindrückliche Bauten, sehr schöne Altstadt. Per G-Mobil geht es weiter auf der Chiantigiana nach Siena.

 

Erneute Runde per Bike in Siena, die etwas ruhigere Altstadt als Florenz, aber ebenso beeindruckend schön. Weiter dann über die Hügel der Toscana Richtig Castagneto Carducci, wo der Besuch von Annette&Walter geplant ist.

Unterwegs überfahren wir eine Bodenwelle mit unserem 4WD-Vehicle, der Wohnraum wird durchgeschüttelt, davor gab es ein undefinierbares Geräusch ... unser "Badezimmer-Fensterli" fehlt bei der Ankunft - hmmm.

Ein Apero, ein feines Abendessen wiedermal von Conny aus der Küche gezaubert und ein Eis beim Abendspaziergang lässt uns die Sorge über eine Regennacht vergessen.

(mk)

Wo41: 05.Oktober - 11. Oktober 2020  (km 40'150)  

CastagnetoCarducci - PoderePianetti - Lucignano - Castelluccio - Castelluccio - Campo Imperatore )

 

Wir Treffen zum Frühstück Annette&Walter (Conny's Bruder) im Luxus-Camp-Ground bei PoderePianetti. Ein wunderschöner Agro-Camping wo jeder Stellplatz in Ruhe mit Grünfläche getrennt ist. 

Strandspaziergang, Apero, Boggia, Apero, Besichtigung Bolgheri, danach Nachtessen in CastagnetoCarducci, wo wir feine Pasta geniessen in einem gemütlichen toscananischen Restaurant. Fast wie Ferien :-)

Am nächsten Tag ein Hike über die Halbinsel vor Piombino. Von der Burg "Castell di Populonia" geht es runter an Meer. Ein erfrischendes Bad im Mittelmeer tat gut, die Schweikis staunen nur. 

Nach Kaffee und Kuchen in Piombino verabschieden wir uns. Es geht erstmal zum Baumarkt, wo wir ein Stück Plexiglas kaufen. Mit der Säge, Schleifpapier und Turtle-Band konstruieren wir unser neues Bad-Fenster, das wir verloren hatten. Es hält auf der ersten Testfahrt perfekt.

Via Lucignano mit schönem Stellplatz fahren wir über Assisi endlich in die Berge von Castelluccio. Schon bei der Fahrt dorthin die Erdbeben Zeichen von 2016. Ganze Dörfer wohnen in neu errichteten Baracken-Dörfern.

Der Wegweiser sagt mehrmals; "Fahrt nach Norcia via Castelluccio - gesperrt". Zum Glück meine ich immer sind wir diesen Weg in die Hochebene des Kraters von Castelluccio gefahren, nicht via Norcia !, doch plötzlich eine Strassensperre mit Fahrverbot...niemand da, so fahren wir weiter, haben ja ein G ;-)

Geht perfekt, aber vor Castelluccio kommen uns Strassenarbeiter entgegen ... staunen die über unseren G, oder uns ohne Corona-Maske? Beim Blick zurück überall Fahrverbots-Tafeln, aber wir hatten Glück mit G und sind zurück nach 2015, ein Jahr vor Erdbeben, im magischen Kraftort für uns. CASTELLUCCIO !

Was für schöne Tage in der Hochebene, bei Pferden, Kühen, schönen Hike & Fly's, einem Sportlehrer als Nachbar, der im Auto schläft, guten Camper-Kollegen aus dem Norden in Deutschland im Bimobil, und und und. (siehe Fotos !)

Schade wird das Wetter schlechter, so ziehen wir weiter ins Camp Imperatore in den Abruzzen, wir werden aber zurück kommen !

(mk)

Wo42: 12.Oktober - 18. Oktober 2020  (km40'750)  

( Campo Imperatore  -Popoli - Ercolano,Pompei - Ercolano,Vesuv - LagoSirino - Maratea - Praia a Mare )

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Vom wunderschönen "Kraftort" Castelluccio in den Monti Sibillini sind wir an einem weiteren starken Ort in den Abruzzen; am Campo Imperatore. Einst grosse Weideflächen für wandernde Schafherden im 6.Jahrhundert, geschichtsträchtiger Ort, vom Besitzer der Familie Medici bis hin zu Gefangenen-Ort des Mussolini. Er wurde von den Deutschen im Jahre 1943 befreit.

Das Wetter ist nicht sehr gut angesagt, so planen wir eine kleine Rekognoszierung der Route auf den Gran Sasso Corno Grande Vetta Occidental (2912mM). Es hat schon alles gezuckert und in der Diretissima ist schon alles weiss, die Kletterfelsen vereist. Wir wandern im Rückweg noch via Monte Aquila, wo wir zwei Schweizer aus Lausanne am Gipfelkreuz treffen.

Es schneite dann den Rest des Tages und in der Nacht starker Wind und Schnee, aber der Wetterbericht zeigt ein schönes Fenster voraus.

Am Dienstag, nach dem Schneesturm der Nacht, erste Aufhellungen. Wir warten bewusst auf mehr Aufhellungen, starten frohen Mutes mit Steigeisen und Pickel nochmals hoch Richtung Grand Sasso. Auf der Normalroute hat es Spuren. Nach dem Sattel versuchen es die zwei Italiener vor uns via NW-Grat, drehen jedoch um als sie uns unterhalb sehen, es war schon sehr starker Wind und Wolken.. Wir Spuren weiter auf der Normalroute und müssen aber im steilen Gelände auch 140m unterhalb des Gipfels drehen. Schade.

Im Abstieg treffen wir drei ältere Männer. "Trois amies" frohen Mutes unterwegs , drei Alte Freunde, was haben sie für Gipfel in ihrer Karriere schon gemacht ?? Aber auch sie drehen dann als sie am Ende unseren Spuren waren. War trotzdem ein schönes abenteuerliches Erlebnis.

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Via San Stefano di Sessanio, dem schönsten Dorf in den Abruzzen, nach Douche und G-Mobil Entsorgung, erreichen wir Popoli zum Einkaufen und ein schöner Stellplatz in der Natur.

Am nächsten Tag geht es direkt nach Napoli, wo Pompei und der Veusvio geplant sind. Schöner bezahlbarer Stellplatz eines ehemaligen Sulzer-Mitarbeiters. Pompei per Rad - eindrücklich die unter 6m Asche freigegrabene Stadt. Auch der Vesuv ist massiv. Wir fahren früh morgens mit dem Bike die 1000hm hoch ans Gate, jedoch scheitern wir erneut am "Berg", dort wo die Touristen Eintritt bezahlen müssen. (Covid-Formulare nur Online möglich via Facebook, Twitter, oder Google) - sh...it.

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Unsere Fahrt führt uns dann via die wunderschöne Amalfi-Küste mit sehr feinem Gelatti weiter südlich in den "Parco Nazionale dell Appennino". Am Lago Siriono schlafen wir. Über das Skigebiet umrunden wir bei weniger guten Wetter den Monte Sirino mit dem Skigebiet Lago Laudemio. Leider passt das Wetter für einen H&F wieder nicht, aber zum sammeln von schönen Marroni/Kastanien immer gut genug.

Wir nächtigen die nächste Nacht endlich wieder am Meer. Wärmer und wunderbares, blaues Wasser. Badeteperatur ist immer noch gut.

Am Sonntag geht es vom Meer südlich Marateo zur dominanten Christus Statue, per Bike. Die sehr steile Strasse hoch, direkt von unserem Platz am Meer endet vor einem Gitter eines geschlossenen Resorts ... wir können es umgehen beim Ausgang und  umklettern beim Eingang ohne Wächter und sind bald auf dem Monte San Biagio mit dem Christo Retendor, einer der grössten Jesus-Statuen Europas. In Florenz "designt", mit Marmor aus Ferrara gebaut, 20m hoch und dank optischer Illusion sieht es vom Meer aus, als würde er Richtung Meer schauen, von oben aber Richtung Landesinnere. Kurzhaarig, mit kurzen Bart ein hübscher Kerl ;-)

Nachmittags weiter, nur 10km zum Strand "Praia a Mare". 

Der G führt mich noch an den Startplatz und mit zügigem Wind fliege ich mit dem Explorer noch zur Küste runter. Wunderschönes blaues Meer aus der Luft, schöner Überblick aus der Adlerperspektive. Baden am Strand, die Marroni aus den Bergen werden gebraten und dazu ein Schweikart Sekt getrunken.

What a day !

(mk)

Wo43: 19.Oktober - 25. Oktober 2020  (km41'960)  

( Praia a Mare - Praia a Mare - Gizzeria - Tamburi - Milazzo - Lascari - PianoBattaglia )

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Wir sind am Strand in Praia a Mare, wunderbarer Platz, mit fast Privat-Atmosphäre. Neben uns zwei Deutsche Jungs, der eine mit NissanPatrol mit Australien-Nummer, importiert. Für grobe Offroad-Strassen ausgerüstet. So fahren wir mit der Sicherheit seiner Seilwinde und breiten Reifen auch ins Kiesbett, ein Erfahrungs-Wert für unseren G.

Einfahrt war mit einigen spulen ok. Morgens versuche ich dann wieder raus zu kommen, aber das rechte Rad ist bis auf die Achse eingebuddelt. Nach der Seilwinden-Aktion nehme ich die Jungs dann mit auf einen Tandem-Flug. Wunderschöne sanfte Thermik. Landung am Strand ... welch eine Freunde die sie ausstrahlten, so muss man leben und geniessen. Zusammen trinken wir Bier in kurzen Hosen und Pullover am Strand.

Am nächsten Tag erkunden wir die Isola di Dino. Ein zerfallendes Geister-Ressort, dass ich schon aus der Luft mit Gleitschirm betrachten konnte. Zuerst aber paddeln wir mit unserem Kanu in die Grotte del Leone und Grotte Azzurra. Unglaubliches Blau und eindrückliche Höhle. 

Wir wandern dann hoch auf der zuwachsenden alten Strasse zum Ressort. Die Insel mit langer Geschichte wurde 1962 von Gianni Agnelli (FIAT) für 99 Jahre gekauft (50Mio Lira). Ein Ressort für die "Elite" wurde gebaut. Was muss das für eine Oase gewesen sein. Im Jahre 2014 wurde der Vertrag dann ungültig erklärt (? Italien) und alles zerfällt und verrostet.

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Heute Mittwoch will Conny nochmals auf's Bike Richtung Bergdorf Aieta. Ich auf ein Hike&Fly in die Hügel hinter Praia a Mare. Sie wurde im Bergdorf von den Italiener bewundert, ich im Gestrüpp des abgebrannten Waldes und überwucherten Bergweg zerkratzt. Es war jedoch ein wunderschöner Flug über eine Stunde mit einigen tiefen und feinen Phasen, aus denen ich mich jedesmal wieder raus kämpfen konnte. Ein Bad im Meer danach zur Desinfektion tat gut. Wir hätten noch lange in Praia a Mare bleiben können, der Süden lockt uns aber weiter. Unser nächstes Nachlager war vor Lamezia Therme an der Beach der "HangLoose-Surfer" und Stromboli-Sunset im Rauch.

Morgens mit Camper-Kollegen Almut & Wolfgang (WegWagen.de) sympathische Gespräche. 

Via Tropea und Faro Capo Vaticano erreichen wir die Fähre in Villa San Giovanni.  30min und Eu 57.- und schon sind wir in Sizilien.Am Abend treffen wir wieder unser Allrad-Freunde Lennart und Cerstin unter der Burg in Milazzo.

Den nächsten Tag suchen wir einen Startplatz auf in Cefalu (Contrada Serie). Leider war ich 30min zu spät und die Böen vor der Kaltfront-Ausläufern gegen 40km/h schon zu stark. Auch die lange (150cm) Schlange meinte, ich soll besser wieder meinen Gleitschirm zusammenpacken.

Heute morgen auf's Bike in die Hügel hinter Cefalu und in Cefalunein Kaffee trinken. Am Nachmittags zieht es uns wieder in die Berge. Via Gratteri und Isnello zur Piano Zucchi und die Nacht im „Skigebiet“ Piano Battaglia. Wunderschönes Karstgebiet. Ski-, Wandergebiet Piano Battaglia. So viele ital. Wanderer hier oben am Sonntag im schönen Karstgebiet. Wird sicher kühlere Nacht heute auf 1600mM.

(mk)

Wo44: 26.Oktober - 01. November 2020  (km42'370)  

( PetraliaSoprana - Scopello - Scopello - Scopello - SanVitoLoCapo - SanVitoLoCapo - SanVitoLoCapo )

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Nach einer kühlen, schönen Nacht auf 1600mM, freuen wir uns früh unterwegs zu sein und die Tierwelt im "Parco delle Madonie" zu erleben. Wir sehen Hirsche, Rehe, Wildscheine als wir Richtung Pizzo Carbonara aufsteigen, mit 1996mM der höchste Berg im Park.

Oben leider alles voller scharfer Karst-Felsen und kein passender Wind um mit dem Gleitschirm zu fliegen. Weiter unten sehen wir einen möglichen Startplatz, der Wind könnte auch stimmen ... und schwupps verabschiede ich mich von Conny und "darf" einen weitern schönen unerwarteten Flug erleben. Dutzende von Hirschen kann ich aus der Luft sehen und nach einer guten Stunde und einem genialem Blick vor der Landung auf PolizziGenerosa, ein weiterer Hügel der mit einem schönen Dorf überbaut wurde, landen.

Gleich ein erster Fiat-Panda der mich ins Dorf mitnehmen will. Der zweite Panda, ein alter freundlicher Sizilianer der 16 Jahre in Frankfurt lebte, hielt wieder. Immer sehr nette sympathische Gespräche auf dem Lande.

Nach einer schwierigen Fahrt für Conny zu meinem Landeort (Strasse gesperrt wegen Steinschlag, Gewichts-Limiten) fahren wir zum schönsten Dorf auf Sizilien, Petralia Soprana. Man könnte auch sagen ursprünglichsten, italienischstem, touristen-unberührtem Dorf.

Wir kaufen ein frisches Brot und feine Zimt-Kekse in der alten Bäckerei, die wir per Duft in den Gassen gefunden haben und geniessen den Abend vor dem Dorf in der wunderbaren Natur.

Wegen dem angesagten Schlechtwetter-Tag fahren wir via GeraciSiculo Richtung Palermo (Verkehrs-Chaos), Monreale (Touristen-Parking überfüllt), lassen beides rechts liegen und halten erst in Scopello im "Riserva Naturale della Zingaro".

Mittwochs Radfahrt nach Castelammare entlang der traumhaften Naturküste und das feine Cookies-Gelato natürlich immer erwähnenswert ;-)

Donnerstag Bikefahrt zum Castello di Baida. Gebaut im 13.Jahrhundert mit wunderschönem diamatförmig gebogenem Eingangstor mit gewölbten Quadern ... (so steht's am Eingang ;-)

Erinnert uns an die Altiplano-Bauten der Jesuiten, wo wir mal einen Platten reparieren mussten - jedenfalls unsere Beine sind auch wieder zerkratzt von Wegen auf der Karte, die zugewachsen sind. 

Nach dem zweiten Eis diese Woche, kaufen wir in Scopello noch richtiges, schweres, knuspriges, duftendes Brot von der Bäckerin, genau abgewogen 1005g :-)

Heute geht es auf die anderen Seite des "Riserva Naturale della Zingaro", nach San Vito Lo Capo. Wir kommen an wunderschönem ruhigen Stellplatz an, im Klettergebiet mit Climbern, Freaks und Slack-Linern ...cool.

Am nächsten Tag sind wir auch an den Felsen, nicht in den 8a-plus-Routen, aber in Irene's-Garten. 5c zum Einstieg reicht auch, vielleicht schaffen wir Ende Woche ein wenig mehr.

Den Sonntags-Rummel überlassen wir den Italienern und fahren auf Erkundung mit dem nach SanVitoLoCapo. Via den schönen Leuchtturm, das Städtchen (welch ein Rummel wird hier im Sommer sein?) fahren wir zum "Ingresso Nord", Eingang Nord des "Reserva-Naturale-Zingara", der leider wegen einem Waldbrand gesperrt ist.

Nettes Gespräch mit einem T4-Camper, die Deutschen wohnhaft in Vancouver reisen seit Juni der Küste entlang von Frankreich, Portugal, Spanien, Frankreich Italien - einige Kilometer auf dem Tacho.

Unterwegs bestaunen wir die Wand des Monte Monaco. Sie könnte es mit "The Nose" im Yosemite-National-Park aufnehmen, siehe Fotos. 

Den Nachmittag und Abend verbringen wir an unserem wunderschönen Stellplatz am Meer. Boggia und Sonnenuntergang - welch ein genussvoller Tag !

(mk)

Wo45: 02.November - 08. November 2020  (km42'730)  

( SanVitoLoCapo - SanVitoLoCapo - Erice - LagoRubino - RoccaBusambra - SiculianaMarina - Giallonardo )

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Diese Woche sind wir nochmals unterwegs an den schönen Wänden von San Vito Lo Capo - ein Paradies für Kletterer und es hat auch sehr viele hier. Viele Italiener, Deutsche, Schweizer, Österreicher, Finnen, Czechen. Einige wollen hier überwintern, andere wie unser Bimobil-Kollege suchen neue Lines und wollen ihre Routen bohren. Andere sind am "Slack-Linen", spannen über der Badebucht ihre Lines. Ein echt cooler Platz.

Nachdem wir noch einen "Offroad-Stellplatz" östlich von San Vito angefahren haben, eine Nacht lang überlegten, was, wenn wir nicht mehr hoch kommen - nein, es klappte problemlos und es war ein wirklich schöner ruhiger Ort. Abends grillen von Marroni und Fleisch, morgens der perfekte Startpunkt für den Monte Monaco. Uns fehlten aber die Sonnenstrahlen, die im Winter sehr spät morgens den Platz erwärmen, dafür gab es eine Frühwanderung hoch auch den Monte Monaco. Diesmal mit dem kleinen H&F-Schirm, jetzt wo es auch ein Tandem-Startplatz gehabt hätte, der auch Conny den Bergabweg erspart hätte. Anfangs war's zwar noch sehr windig, doch der Flug klappte gerade bis zum Sandstrand, wo ich vor einem holländischen Camper unter Applaus landete :-)

Ein sieben-minuten Flug, doch immer ein sehr schönes Erlebnis, wenn man zum Berg zurückschauen kann, wo man noch vor kurzer Zeit im Wind stand. 

Wir fahren dann noch weiter ins beeindruckende Dorf Erice, 700m über Trapani. Wunderschön sauber, sehr ausgestorben & leider ohne Pizza (Corona-Schliessungen um 18Uhr), aber ein schöner Parkplatz mit Weitsicht über das Meer tief unterhalb. 

Von Erice geht es weiter zum Lago Rubino. Schöne Herbst-Bike-Tour durch die Reben des Masala-Anbaugebiet auf den MotagneGrande. Dort gibt es ein Startplatz auf einer grossen Schafwiese und am See ein ruhiger Stellplatz.

Freitagmorgen fährt Conny mit Rad auf Kultur-Trip zum Segesti-Tempel, ich holpere über Stock und Stein auf sizilianischen Nebenstrassen zu den griechischen Tempeln. (PS: unglaublich die teilweise kaputten Strasse, wie zu Zeiten der Pferdekutschen.) Leider ist die Tempelanlage geschlossen und nur aus der Distanz die Säulen sichtbar. Weiter fahren wir mit dem G zu Don&Michael in Corleone, (ehemalige Mafia-Hauptstadt). Sie sind aber nicht zu Hause, oder schon irgendwo im jenseits ... wir müssen wieder mal "Der Pate" schauen. (Regie: Francis Ford Coppola)

Von Corleone sehen wir die gewaltige Felswand des Rocca Busambra - da müssen wir hoch und unsere flexible Reise geht nach Ficuzza weiter. Wir erfahren, dass der grosse Wald einst das Jagdrevier des sizilianischen Königs war, der ein schönes Schloss dort hinbaute.

Mit Allrad fahren wir auf 1000mM und finden ein ruhiges Plätzchen unterhalb der Wand. Auf der Bergwander-Route laufen wir am nächsten Tag auf den RoccaBusambra, wo wir um 9Uhr schon die ersten kondensierten Wölklein berühren und schon 30min später ist alles in Wolken gehüllt. Gut geplant und Glück gehabt, lässt uns der "Rocca" noch die gewaltige Aussicht geniessen - wir hätten nie gedacht, dass Sizilien so gebirgig ist. 

Auf der direkten Fahrt ans Meer, muss unser G-Mobil mit Conny am Steuer noch steile 4WD-Passagen meistern ... 45Grad hoch über Kuppe und 45Grad runter - unsere "Mercedes" verdient immer mehr unseren Off-Road-Respekt. 

Das Bier am Meer in Siculiana-Marina war die Krönung eines herrliches Bergtages bis zum Strand.

Am Sonntag-Morgen geht es einige wenige Kilometer weiter zu einem vermuteten Startplatz in Giallordano. Ohhh - da steht ja schon einer am Platz, ein schöner Azalai-Camper. Eine Schweizer Luzerner-Nummer, an einem perfekten Strand-Stellplatz. Zwei "Girls", ob die auch Gleitschirm fliegen?

Nach kurzer Begrüssung, dann ein erster Versuch zu starten vor dem Camper. Zu tief, aber da kommt schon ein Auto. Ein italiensicher "Pilota di Parapendio" und zeigt mir den "oberen" Startplatz. Wunderschöne Flüge, den ganzen Tag, auch mit Conny am Tandem, konnte ich die Gegend bewundern. Zwei Einheimische und ein Franzose (Afgahnistan-, Welten-Reisender im Alter von 70-ig total fit), fliegen mit mir am perfekten Soaring-Hügel. 

"Let's call it: "Der Wochenabschluss"" !!

(mk)

Wo46: 09. November - 15. November 2020  (km 43'180)  

( Giallonardo- Giallonardo - Giallonardo - Giallonardo - Giallonardo - Ognina - NicolosiNord )

 

Am Montag packen wir unser Boot "Bootle. oder auch Böötli genannt" aus und paddeln zum versteckten Strand und dem Drachenfelsen. Wunderschön.

Wie die kommenden Tage kann ich danach einige Flugstunden diese Woche in der Luft verbringen. Mit Isabella und Rebekka unseren Nachbarn kann ich zwei längere Flüge geniessen. Grosse Begeisterung auslösen, Erstflüge mit Gleitschirm, das in Sizilien !

Es ist ein genialer Soaring-Spot, leider liegt die Kante weiter westlich nicht in Reichweite, da der Wind zu westlich bläst. Der Südwind soll kommen, aber die Vorhersagen sind immer zu Zweckoptimistisch ... vielleicht braucht es doch ein Elektromotor. Ich warte jedenfalls noch auf diese Erfindung. Ein Motor, den ich mit iPhone-Batterie betreiben kann, der lautlos ist und faltbar in unser G-Mobil passt :-))

Es ist aber eine gute Übung mit ganz feinem Abend-Wind noch an der Kante zu bleiben. Meist habe ich die längste Geduld. Der Franzose und die beiden Italiener (Gianni&Pasquale) geben sich oft schneller geschlagen. Der Abenteurer aus Frankreich, ein sehr interessanter Kerl, der lange in Afghanistan lebte, sägt vor jedem Flug an den Büschen bei "seinem" oberen Startplatz. Er ist wirklich zäh und schaut einem in durchdringenden blauen Augen an. Schon über 70-ig und mit braungebranntem fitten dünnen Beinen, die in halbhohen "Desert-Storm-Boots" stecken, läuft er jedesmal ganz hoch und startet vom Turm oben. Ich fliege lieber zu ihm hoch und darf sogar mal kurz bei ihm rein-landen. Leider hatten wir keine Gelegenheit um mehr von seinen Geschichten zu erfahren -

Auch Gianni mit Schweizer Frau und vom sehr netten, ruhigen Pasquale hätte ich gerne mehr erfahren, vielleicht müssen wir besser italienisch lernen.

Während ich fliegen konnte, war Conny mit Rad unterwegs. Eine lange Tour nach ErocleaMinoa mit 50km/850hm bei dem Gelände sehr respektabel ! Sie hatte nette Gespräche mit deutschen Allrad-Camper und schwärmte von ihrem grossen Sandwich für 1Eu90.

Weiter Bewegung für unsere Muskeln war unsere gemeinsame Kanu-Fahrt zu den "Scala dei Turchi", sie dauerte 3 1/2Std am Paddel, was schon in die Arme und den Rücken des "alten" Mannes ging ;-) ...aber die Ankunft wie bei einem Eisberg ist beeindruckend schön. 

Die Abende sassen wir mit den Nachbarn vom Camp und den "Einheimischen" Luzernern zusammen. Den letzten Abend waren wir sogar in ihren B&B-Hotel-California eingeladen. Ein faszinierendes Paar (Künstler, Reisende, Ausland-Bewohner in Malibu und HongKong) ... mit vielen interessanten Geschichten !

Unser "privater" Loge-Platz am Meer verwöhnte uns täglich mit farbintensiven Sonnenuntergängen und glitzernden Sternenaufgängen ... welch ein Privileg !

Nach Wäsche, Einkaufstag, fahren wir weiter Richtung Osten, sehen die griechischen Tempel im "Valle dei Templi" und die barocke Stadt Noto. Sehr schön, auch ohne Touristen. Vom Standkäufer leisten wir uns gebrannte Mandel und Marzipan, er war froh doch noch ein Tourist zu sehen heute. Es ist immer noch eine unglaubliche Situation mit Corona, wie sich Die (Reise-)Welt wohl ändern wird ?

Wieder eine erlebnisreiche Woche neigt sich dem Ende entgegen. Doch heute Sonntag noch ein Rad-Ausflug und Stadtbesichtigung in Syracusa. Eine der schönsten Städte auf der Insel. 

Wir fahren mit gefülltem Rucksack an Eindrücken Richtung Etna/Aetna, wo wir endlich wieder mal den Rucksack

schultern wollen und frische Bergluft anstatt warme salzene Meeresbrise atmen wollen.

(mk)

Wo47: 16. November - 22. November 2020  (km 43'580)  

( Calatabiano - CalatabianoCalatabiano -Calatabiano - Letojanni - Letojanni - Castrovillari )

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"Have you ever climbed an active volcano?" (BucketList)

Montagmorgen, nach einer kalten Nacht sind wir früh aufgestanden. Um 6Uhr wollen wir los laufen, den das Wetter soll schnell ändern.

So sind wir mit Stirnlampen, den hohen Bergschuhen und warmen Kaffee im Rucksack unterwegs Richtung Etna. Steil geht es bergauf, den ersten Teil parallel zur Skipiste. Die Bahnen laufen aus CV-Gründen natürlich nicht, auch die E-Bikes kann man nicht mehr ausleihen, dafür hat es keine Leute mehr. Das heisst hinter uns kommen später noch zwei Pärchen (aus Garmisch und ein anderes sehr junges Paar mit Turnschuhen aus D).

Als wir dann auf der Höhe der geschlossenen Skilift-Endstation ankommen (ca. 2500mM), schnaubt & grollt etwas. Ein Drachen? Ein wenig langsamer als unser Atem im Aufstieg, aber genauso regelmässig, schon ein bisschen furchterregend ... der Vulkan ist gerade sehr aktiv. 

Auch den Guides ist es gerade verboten auf den Kraterrand aufzusteigen, zu aktiv raucht, faucht und sogar Steine spuckt er aus seinem Schlot. es windet stark, recht frisch, aber wir steigen noch ein wenig über die verbotene Zone ab 2900mM auf, jedoch der starke Wind und die schnell ziehenden Wolken am Gipfel (3329mM zur Zeit) lassen uns vernünftig werden und wir gönnen dem schnaubenden Drachen seine Ruhe. (der Vulkan Stromboli soll gerade auch gebebt und explodiert sein !) Die Natur ist schon stark, aber wir (trotz Corona ?) und die feinen Pflänzchen die auf der Lawa wachsen gehören doch auch dazu !?

Nach einer schönen Fahrt den Vulkan runter durch die verschiedenen Zonen, verbringen wir die nächsten Tage in Calatabiano, am Strand vor GiardinoNaxos und Taormina.

Wir sind an einem schönen Stellplatz direkt am Meer. Dort treffen wir alte Bekannte (Czechen aus SanVitoLoCapo) und eine faszinierende ältere Frau (Uli), die mit einem alten Mercedes LT noch nach Afrika und NewZealand will. 

Nach der ersten regnerischen Nacht seit langem waren wir mit Uli draussen vor dem G beim Kaffee und da bekommt sie auch noch Besuch von zwei ihr bekannten Deutsch-Österreichern und einem bulgarischen Pärchen (Bergführer & Skyrunner).

Eine lustige Runde - gute Gespräche und geniale Bambus-Lichter mit Yoghurt-Gläsern, von Ludwig patentiert, werden gebastelt.

Aus Calatabiano unternehmen wir die nächsten Tage Bikefahrten nach Taormina/Castelmona (welch teils steile Panda-Anstiege) und in die Lawa-Schlucht "Gola dell Alcantara". Feine Plantagen mit Zitrusfrüchte (Mandarinen, Orangen und Zitronen) durchqueren wir, meist nur fotografiert ;-) ,schöne Olivenbäume und Ernten sehen wir und in Castelmola kaufen wir eine feine Flasche "Vino de Mandorla". Schon der sizilianische König soll den Wein getrunken haben und die feinen Produkte des Landes sehr genossen haben.

Tagsüber sehen wir von unserem G-Mobil-Platz in der Ferne den Rauch des Etna und im dunkeln sehen wir sogar ein orange-rotes Flackern des Auswurfes von Asche und Schutt. 

Heute Freitag wieder mal ein Flugtag. Mit Autobus geht es los Richtung Taormina/Castelmola. Danach wandern wir mit dem Tandem-Schirm auf den Monte Venere. In einem schönen Gleitflug fliegen wir bis nach GiardinoNaxos, kurz vor unserem Camper am Strand landen wir. Danach suchen wir den Landeplatz in Letojanni auf. Ein wenig spät, die "Locals" hören gerade auf zu fliegen, aber Conny fährt mich mit dem G-Mobil noch auf den Berg und für einen kleinen Flug zurück an den Strand reicht es gerade noch. Wir geniessen unser Hähnchen vor dem Auto bei wunderbarer Abendstimmung. Und wieder eine zufällige interessante Begegnung einer "Frau von Welt", die uns anspricht und erzählt ... (sie war Schauspielerin bei Fellini-Filmen, ihre Tochter sei LH-Captain, sie wollte jetzt in India sein, und und und ...)

Am Samstag nochmals ein schönes Hike&Fly auf den Gallodoro und fliegen mit den "Locals". Darunter auch Gabriele der Sohn vom bekannten Angelo d'Arrigo (der berühmte Vater in der FreeFlight-Szene, er flog mal mit den Adlern, Kondoren über den Himalaya & die Anden).

Sonntag, das Wetter ist nicht ganz perfekt, fliegen und Radfahren passt heute nicht, so fahren wir ein wenig durch die Gegend Richtung Messina um den Frischwassertank zu füllen und nebenbei die Batterien zu laden. Abends nach Wetterstudium, "kurzentschlossen" mit ein wenig Wehmut - fahren wir wieder Richtung Norden. Überqueren die Strasse von Messina mit der Fähre und wollen südlich von Rom (Norma) in eine neue Gegend. Niemand will etwas von Corona wissen, wir fragen auch nicht ;-)

Sizilien, die Berge, die Strände und Buchten, die Kultur&Geschichte, die freundlichen Leute£&Begegnungen sind uns sehr ans Herz gewachsen und haben uns wirklich gefallen.

Wir möchten wieder kommen - wie gross ist aber unsere Erdkugel, wenn wir in unserem G-Tempo mit Pausen für Aktivitäten unterwegs sind ?

(mk)

Wo48: 23. November - 29. November 2020  (km 44'214)  

( Norma - Norma - Norma - Sermoneta - LidoLatina - Ciampino - LidoLatina)

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Nach einer kurzen Nacht im Norden Calabria, sind wir direkt in eines der bekannten Fluggebiete südlich von Rom gereist.

Von Sizilia direkt nach Norma, für einmal ein schneller "Step", aber der Wechsel wegen Wetter hat sich heute gelohnt. Ein erster schöner Flugtag im berühmten Flieger-Gebiet Norma. Nun zum dritten Mal in diesem Städtchen auf dem Hügel des ehemaligen Römer-Ort "Norba". Die antiken Mauern sind immer noch da. Alte schöne Erinnerungen mit den "Pensionären" ... nun bin ich auch schon dabei, das macht schon stutzig, aber wir geniessen es sehr, zu Reisen, zu Leben.

Am Dienstag will Conny von Norma nach Cori fahren, eine Wette wer schneller ist, ist angesagt. Bike oder Gleitschirm?

Es harzt beim Gleitschirm, der Explorer (Gin Paraglider) muss sich gedulden seine Flügel zu strecken. Der Wind ist sehr schwach heute. Doch plötzlich tut sich was, auch die "Locals" bewegen sich, nachdem sie pausenlos geplappert haben (wie die Italiener), die Rasen-Teppiche frisch verlegt wurden ... geht es los. Bedeckter Himmel, eine gute Meerbrise frischt auf ... "incredibile Norma" ein unerwartet schöner Flug über 1Std15 ... aber kurz nach meinem Start ist Conny mit Bike schon zurück unter der Dusche, der Explorer hat verloren :-))

Mittwoch: Conny plant 60km ans Meer zu radeln, ich darf wieder fliegen. Diesmal der kleine Streckenflug Norma-Cori-Norma ist geschafft. „Viva Italia, Viva Norma". Nur zwei der Hoch-Leister Flügel hängen meinen Explorer ab. Den Abend lassen wir bei feiner Pizza auf dem Dorfplatz ausklingen, ist es wirklich die erste Pizza dieser Reise?

Heute wieder ein anderer Himmel über Norma, ein anderer Wind. Nach den guten Flügen der letzten Tage, winken mir die "Locals" heute schon von weitem ;-) ... dafür bin ich heute "abgesoffen" in Cori, nachdem mich der Südostwind nach dem ersten Berghügel runtergedrückt hat. Nicht einfach, aber ich finde doch noch ein Plätzchen für die Landung - im Fussballplatz, der Platzwart auf dem Rasenmäher-Traktor kümmert es kaum. 

"Su un gelato in cori“, schreibe ich Conny. Sie ist gerade zurück von einer Bikerunde nach Sermoneta. Nachdem sie mich in Cori abholte, fahren wir gerade nochmals nach Sermoneta, wo sie war und sie zeigte mir das Städtchen, das sie entdeckt hatte. Wunderschön! Wir bleiben beim Parkplatz in Sermoneta, ein schöner Stellplatz mit Blick auf das wunderschöne Städtchen  mit der Burg und in die Ebene von Latina. 

Freitag, es wird noch mehr Ostwind angesagt, ein Ruhetag vom "fliegen" ist auch gut. Wir fahren an den Strand nach Lido di Latina. Viele Sportler hier, Kiter mit und ohne Foil, Windsurfer, Wellenreiter, Jogger und Rennradfahrer, feines "Gelato" und angenehme Stimmung.

Am Samstag gehen wir auch wieder mal auf eine gemütliche Joggingrunde. Es fühlt sich wie ein Sunrise-Jogg an der Küste von Long Beach, California an. Sehr viele Einheimische hier unterwegs an der frischen Luft.

In der Nacht auf Sonntag hatten wir dann eine unangenehme Erfahrung mit "Fast-Einbrecher". Gut bemerkte Conny, das nahe an uns parkierte Auto und als er unsere Anwesenheit bemerkte, verzog er sich sehr schnell, aber er wäre gerade bereit gewesen für Aktion oder Schaden an unserem Schloss. Wegen dem Lockdown ab 22Uhr blieben wir trotzdem dort stehen und die Nacht war ruhig und der Verkehr auch eingeschlafen ab 22Uhr30.

Wir fanden am Sonntag morgen dann einen sehr sympathischen sicheren Stellplatz nahe des Flughafen Ciampino und radelten per Bike auf der "Via Appia Antica" nach Rom. Eine super Idee von Conny, wirklich sehr sehenswert und eindrücklich diese Römer-Strasse, teils schnurgerade, abgeschliffene Steine die von unglaublich vielen Fahrten Zeuge sind, daneben viele Gräber, weil es verboten war in den Dörfern zu beerdigen, dazu die schönen Römer-Villen und -Gärten.  Die gestylten Römer von heute waren früh unterwegs mit Mountain Bike und den neueren Gravel-Bikes. Inbegriffen wieder einmal ein Rom-Sightseeing. Sogar Zeuge durften wir sein von den Dreharbeiten des neuen Mission Impossible 7- Film. Ohne Touristen in Rom auch eine einmalige Gelegenheit & per Bike durch die Strassen von Rom zu radeln ist sowieso cool.

Ein feines Abendessen nehmen wir wieder am Strand in Lido Latina ein - eine gute Köchin an Bord ist viel Wert

:-))

(mk)

Wo49: 30. November - 04. Dezember 2020  (km 45'000)  

( Norma - LidoTarquinia - Portofino - Mergozzo - Appenzell )

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Heute Montag liegt nochmals ein guter Flugtag in Norma in der Luft ... nach einer schönen Jogg-Runde mit Conny am LidoLatina-Strand entlang fahren wir nochmals hoch ins Städtchen Norma. Schon früh treffen die ersten Italiener ein, einige sind schon bereit als ich auf der Wiese mein Material bereit mache, leider mein Fluginstrument auf einen kleinen Stein fallen lassen, hmmpf ..., Touchscreen gebrochen, kein Pips mehr.

Ein schöner Flug von 1h3/4 nach Cori erlebe ich trotzdem, das am 30 November. Abends geniessen wir nochmals eine feine Pizza auf dem Dorfplatz in Norma, draussen in der dünnen Daunenjacke.

Am nächsten Morgen geht es dann weiter Richtung Norden, Richtung angekündigtem Schnee. Nach einer guten Nacht am Strand in Tarquinia, packen wir unsere Bikes aufs Dach (vor dem Salz geschützt) und fahren weiter nach Pisa, schauen den menschenleeren Dom mit dem schiefen Turm an - wunderschön die feine Architektur von damals in der Stadt von Galilei. Fotos ohne Touristen, welch ein Privileg. 

Nochmals einen Step nach Norden via Cinque Terre bis nach Portofino. Auch dort menschenleer (dank Covid), aber trotzdem wunderschönes Städtchen, das teuerste Dorf Italiens für den Jetset. 

Nach einer schönen, aber steilen Herbstwanderung am nächsten Morgen in die versteckte Bucht von San Fruttuoso mit dem Kloster. Auch hier können wir die einsame Wanderung nur mit gelegentlichen Wanderern sehr geniessen.

Nachmittags fahren wir noch der Riviera entlang via Genua an der Sonne und dann weiter an den Lago Maggiore

nach Verbana am Lago Mergozzo, um tags darauf direkt nach Hause zu reisen, dh via sehr starkem Schneefall im Tessin von 200mM bis zum Gotthard-Tunnel.

Glücklich und mit vielen Eindrücken, unbezahlbaren Erlebnissen und Erinnerungen, neuen Bekanntschaften, erreichen wir unser zu Hause in Appenzell-Schwende.

Wir hoffen unsere Reise in die Welt können wir bald beginnen, wir freuen uns und schauen vorwärts auf die Skitouren-Saison diesen Winter.

(mk)

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